Bankensektor

10. Januar 2017 14:17; Akt: 10.01.2017 16:01 Print

Showdown bei Luxemburger Rothschild-​​Bank

STADT LUXEMBURG – Hundert Menschen haben am Dienstag vor der Rothschild-Bank protestiert. Sie werfen dem Geldhaus vor, dass es seine Mitarbeiter loswerden will.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Versucht die Rothschild-Bank, «ihre Mitarbeiter zu niedrigen Kosten loszuwerden»? Das ist, was OGBL und Aleba annehmen. Am Dienstagmittag haben die Gewerkschaften eine Protestdemonstration organisiert. Der Kern des Problem ist für sie die IT-Abteilung, deren Mitarbeiter 2018 ihren Job verlieren sollen, da die Aktivitäten in die Schweiz verlagert werden.

«Man hat es uns im April 2016 angekündigt, seitdem gibt es keine Lösung. Die Vorschläge, die gemacht wurden, waren nicht überzeugend», erklärt ein Mitarbeiter auf der Straße. Die Stimmung habe sich «intern verschlechtert». Das Problem sei, «dass es keine Beratung und keinen sozialen Dialog» gebe, heißt es von Seiten der Gewerkschaften.

Direktion wurde ausgetauscht

Für die OGBL will die Bank «die derzeit geltenden Rechtsvorschriften über Entlassungen umgehen», in dem sie nur akzeptiert, über eine «Betriebsvereinbarung zu verhandeln, die keine Rechtsgrundlage hat». Die Direktion der Bank wurde im Herbst des vergangenen Jahres ausgetauscht, aber die Verhandlungen stecken noch immer fest. Die Aleba hat ein Treffen mit Generaldirektor Bernard Coucke angefragt und will «einen Plan beschließen, der die Arbeitsplätze erhält» und eine Lösung finden, die allen passt.

«Neben der IT-Abteilung wurde entdeckt, dass drei weitere Abteilungen der Bank von einer ähnlichen Situation betroffen sind, das sind 200 der 600 Mitarbeiter in Luxemburg», erklärt Félix Walisch von der Aleba. Die Direktion wollte sich vor Ort nicht äußern.

Die Direktion der Schweizer Bank verteidigt sich gegenüber den Vorwürfen. Man stehe im «ständigen Dialog» mit den Sozialpartnern heißt es in einer Stellungnahme, die bereits im Dezember veröffentlicht wurde. «Rothschild hat immer in völliger Übereinstimmung mit dem Luxemburger Arbeitsrecht gehandelt. Die Bank fördere mit großer Sorgfalt durch die Beschäftigungsfähigkeit seiner Mitarbeiter.»

(Nico Chauty/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jang am 11.01.2017 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wann der ABBL hiren Gesetzprojet duerch geet, ass dat do just den Ufank vun 1000den Platzen déi an d'Ausland Geoutsourced ginn.

  • K. Pitalist am 10.01.2017 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht sollte man die Direktion nach Indien verlagern ?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jang am 11.01.2017 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wann der ABBL hiren Gesetzprojet duerch geet, ass dat do just den Ufank vun 1000den Platzen déi an d'Ausland Geoutsourced ginn.

  • K. Pitalist am 10.01.2017 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht sollte man die Direktion nach Indien verlagern ?

    • Tweety am 10.01.2017 18:01 Report Diesen Beitrag melden

      Die Direktion oder Hampelvorstandsmänner und noch So manche andere die dieses langsame ausbluten von Arbeitsplätze in allen Bereichen zulassen auf Kosten der Mitarbeiter die doch alle oder fast alle zu teuer geworden sind.

    • dzhinghiskhan am 10.01.2017 20:50 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht nach INDIEN, nach PYÖNYANG

    • jang am 11.01.2017 11:38 Report Diesen Beitrag melden

      D'CSSF misst onoofhängeg vun de Banken sinn wéi an deenen aneren Länner , da géif villäicht och schonn hëllefen fir eis Datenhoheit ze verteidegen....

    einklappen einklappen