Im Jahr 2016

25. Juli 2017 18:17; Akt: 25.07.2017 19:07 Print

Luxemburger zahlten weniger für Gas und Strom

LUXEMBURG - Im vergangenen Jahr haben die Haushalte Luxemburgs weniger für Energie ausgegeben – obwohl sie mehr verbrauchten.

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Der Gaspreis ist in Luxemburg im vergangenen Jahr gesunken. (Bild: DPA)

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Obwohl 2016 der Gesamtverbrauch an Elektrizität im Großherzogtum um 2,4 Prozent auf 6522 Gigawatt-Stunden (GWh) gestiegen ist, ist die Produktionsleistung Luxemburgs um 43 Prozent zurückgegangen – von 728 Megawatt (MW) 2015 auf 414 Megawatt vorheriges Jahr. Dies zeigen am Dienstag vom ILR («Institut luxembourgeois de régulation») veröffentlichte Zahlen. Grund dafür ist die Schließung des Elektrizitätswerkes in Twinerg vergangenen Oktober.

Die Produktionskapazität erneuerbarer Energien hingegen wurde durch die Inbetriebnahme 22 neuer Windkraftanlagen mit 62,7 Megawattleistung kräftig angekurbelt. Die Sonnenenergieerzeugung ist um 6 MW gestiegen. Der Großteil des in Luxemburg verbrauchten Stroms kommt laut ILR aber noch immer zu zwei Dritteln aus Deutschland.

Im vergangenen Jahr zahlten Luxemburgs Bewohner 169,8 Euro pro MW. Bei einem Durchschnittsverbrauch 4000 kWh ergab siche eine Jahresrechnung von 679 Euro. Dies entspricht einem Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Weniger Gas

Während in Luxemburg 2016 mehr Strom verbraucht wurde, so ging der Gasverbrauch zurück. 9132 Gigawatt entsprechen einem Rückgang von zehn Prozent im Vergleich zu 2015. Dies erklärt sich ebenfalls durch die Schließung des Twinerg-Werks, das ein wichtiger Verbraucher war.

Das in Luxemburg benötigte Gas wird fast ausschließlich importiert. 70 Prozent kommen aus Belgien und 30 Prozent aus Deutschland. Ausnahme bilder die etwa 61 Gwh Biogas, die in Luxemburg produziert werden und in die lokalen Netze einfließen. Dies deckt allerdings weniger als ein Prozent des Gesamtverbrauchs ab.

2016 zahlte der Durchschnittskunde dank günstigeren Gaspreisen 41,8 Euro pro MWh, was einem Verbrauch von 30.556 kWh einem Rechnungsbetrag von 1277 Euro entspricht. Ein Jahr zuvor waren es noch 1472 Euro gewesen – ein Rückgang von 13 Prozent.

(mc/l'essentiel)

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