In Luxemburg

25. Oktober 2017 11:31; Akt: 26.10.2017 07:16 Print

Gramegna will Lösung für teure Bankgebühren

LUXEMBURG – Der Luxemburger Verbraucherverband hat am Mittwoch seine Forderungen an die Abgeordneten des Parlaments und den Finanzminister vorgelegt.

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Der Verbraucherschutzverband ULC hat einen weiteren Vorstoß gegen die Gebühren der Banken unternommen. (Bild: AFP)

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«Wir sind inzwischen soweit, dass manche Leute zwischen drei Euro und fünf Euro zahlen müssen, um an ihr eigenes Geld zu kommen», sagt Nico Hoffmann, Präsident des Luxemburger Verbraucherverbandes (ULC). Er und die anderen ULC-Beamten nahmen am Mittwochmorgen an einer Sitzung des parlamentarischen Finanzausschusses teil, bei der auch Finanzminister Pierre Gramegna zugegen war. In der Sitzung wurden verschiedene Missstände erörtert. Eine öffentliche Petition zur Abschaffung oder Senkung der Bankgebühren erhielt zuvor 9936 Unterschriften.

«Es sind vor allem ältere Menschen oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität, die darunter zu leiden haben», betont Hoffmann. «Wir fordern, dass diese Personen ihre Bankgeschäfte kostenlos oder zu günstigeren Tarifen abwickeln können». Der ULC weist insbesondere darauf hin, dass es Senioren beispielsweise im Internet schwerer fällt, Bankgeschäfte abzuwickeln.

Die Forderungen wurden von der Politik recht gut aufgenommen. «Wenn fast 10.000 Menschen eine Petition unterzeichnen, um gegen Bankgebühren zu protestieren, muss natürlich etwas getan werden», sagte Pierre Gramegna nach der Sitzung. «Ich werde mich mit den Managern dieser Banken treffen, um herauszufinden, wie man diese Schwierigkeiten aus der Welt schaffen kann.»

Die Banken treffen die Entscheidung

Der Minister warnt jedoch vor zu hohen Erwartungen. «Es geht nicht darum, dass alle Transaktionen kostenlos werden. Diese Regierung ist nicht der Ansicht, dass sie den Banken irgendetwas aufzwingen muss. Aber wir können sie ermutigen, sich mit dem Problem auseinanderzusetzen», sagt Gramegna. «Es gibt hier mehrere Möglichkeiten, letztlich liegt es bei den Banken über das weitere Vorgehen zu entscheiden». Gramegna könne sich auch «eine mobile Agentur vorstellen, die mit den Menschen von Dorf zu Dorf fährt», um die Bankgeschäfte zu erledigen.

Eine weitere Lösung für Bankkunden sei laut Gramegna der Einsatz der Software «Comparateur de Tarifs Bancaires». Dieses Projekt soll in den kommenden Monaten in Kraft treten und die Kosten für die Kunden transparenter machen. Das seien recht zufriedenstellende Vorschläge, findet die ULC. «Wir sind auf dem richtigen Weg», sagt Nico Hoffmann.

(JW/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marc am 25.10.2017 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    ët dauert nik mi laang dan kënnt de BITCOIN,an dann gin d'banken all faillit an daaaat kënnt méi séier widder mengt, härr gramegna ,dann kucken nach vill banken béiss an hir tesch,an do kënnd dir och neischt mi maan.dann geet de chômage ant banken antluucht .sie kënnen sech lo well no enger annerer plaaz ëmkucken......... (1 bitcoin (BTC) = + - 4765,0 euro )

  • Arm am 25.10.2017 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Steuerzahler waren gut genug um die Banken zu retten nach 2008 darum werden sie jetzt noch eimal abgezockt

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  • marc am 25.10.2017 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    ët dauert nik mi laang dan kënnt de BITCOIN,an dann gin d'banken all faillit an daaaat kënnt méi séier widder mengt, härr gramegna ,dann kucken nach vill banken béiss an hir tesch,an do kënnd dir och neischt mi maan.dann geet de chômage ant banken antluucht .sie kënnen sech lo well no enger annerer plaaz ëmkucken......... (1 bitcoin (BTC) = + - 4765,0 euro )

  • Arm am 25.10.2017 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Steuerzahler waren gut genug um die Banken zu retten nach 2008 darum werden sie jetzt noch eimal abgezockt