Gemeindewahlen

09. Oktober 2017 12:11; Akt: 10.10.2017 14:08 Print

Diese Politiker wachten heute mit einem Grinser auf

LUXEMBURG – Wer darf nach den Wahlen zufrieden bilanzieren, wer muss eine Niederlage verkraften? Die Tops und Flops der Parteien im Überblick.

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In vielen Gemeinderäten in Luxemburg weht am Montag der «Wind of Change». Besonders die CSV feiert nach dem Verlust der Macht vor vier Jahren ein beeindruckendes Wahl-Comeback. Die Partei sicherte sich in Luxemburg-Stadt zwei zusätzliche Sitze – verantwortlich dafür ist der junge Abgeordnete Serge Wilmes (35), der nun mit Vehemenz an den Schöffenrat anklopfen wird.

Parteifreund Georges Mischo (42) sorgte in Esch/Alzette für die Sensation des Wahlabends: Die CSV (30,9 Prozent) stellt in der zweitgrößten Stadt des Landes nun den Anspruch auf den Posten des Bürgermeisters.

Auch Lex Delles gehört zu den Gewinnern des Wahlabends. Der 32-jährige DP-Abgeordnete und Bürgermeister holte in Bad Mondorf die absolute Mehrheit im Gemeinderat. Bei den Liberalen freut man sich auch über die ersten Plätze von Frank Colabianchi (Bartringen), Martine Dieschburg-Nickels (Strassen) und Jacques Sitz-Gretsch (Remich). Und die «Grande Dame» der DP, Lydie Polfer, erwies sich als sichere Bank in der Hauptstadt.

Traversini ist der grüne Senkrechtstarter

In Differdingen entschied der umtriebige Bürgermeister Roberto Traversini (Déi Gréng) das Rennen überraschend deutlich für sich. Die Öko-Partei erreichte in der Stahlstadt 7 von 19 Mandaten. Traversini verwies Herausforderer François Meisch (DP) nach einer Schlammschlacht im Wahlkampf auf den vierten Platz.

Während CSV und Déi Gréng ihre Wahlziele großteils erreichten, gilt dies nicht für die LSAP. Zwar konnten die Sozialisten bis auf eine Ausnahme all ihre Bastionen im Süden Luxemburgs verteidigen. In Düdelingen vereint die LSAP um Bürgermeister Dan Biancalana zum Beispiel 10 der 19 Sitze auf sich, auch in Schifflingen und Sassenheim behalten die Sozialisten die Pole Position. In Mertert-Wasserbillig wiederum sorgte Jérôme Laurent für ein Erfolgserlebnis (51,9 Prozent), auch Diekirch strahlt nach der Wahl in Rot. Doch der schmerzliche Verlust der Hochburg Esch/Alzette wirft einen großen Schatten auf das Wahlergebnis der LSAP – und in der Hauptstadt setzte es für die Spitzenkandidaten Marc Angel und Cathy Fayot ein Debakel.

Und wo gab es am Sonntag die längsten Gesichter? Zu den Wahlverlierern zählt neben dem Differdinger François Meisch die Escher LSAP-Bürgermeisterin Vera Spautz, die ihren Posten wohl räumen muss. Eine kalte Dusche gab es auch für die «députée-maire» Joëlle Elvinger (DP), die in Walferdingen von der CSV überrumpelt wird. Das gute landesweite Ergebnis von Déi Gréng wird vom Verlust des Bürgermeisterpostens in Remich überschattet. Der Amtsinhaber und Abgeordnete Henri Kox verlor gleich zwei Sitze. In Petingen verpassten die Newcomer Déi Konservativ mit Ex-ADR-Mann Joe Thein den Einzug in das Lokalparlament, im Gegensatz zu den Piraten, die sowohl in Petingen als auch in Remich in den Gemeinderat einziehen.

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    (jt/L'essentiel)

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    • Gru am 09.10.2017 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Sinn méi wéi zefridden fir äiss CSV ;-)

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    • Gru am 09.10.2017 17:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Sinn méi wéi zefridden fir äiss CSV ;-)