Jede Minute zählt

11. Januar 2018 11:30; Akt: 11.01.2018 17:32 Print

CHL behandelt immer mehr heikle Notfälle

LUXEMBURG – Die Zahl der Patienten, die mit lebensgefährlichen Verletzungen ins CHL gebracht werden, steigt. Nun hat das Krankenhaus seine Strukturen optimiert.

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Im neuen Schockraum am CHL können zwei lebensgefährlich verletzte Patienten gleichzeitig behandelt werden. (Bild: CHL)

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Weil jede Minute zählt: Das Centre hospitalier de Luxembourg (CHL) hat ein Konzept vorgestellt, das die Notfallversorgung von lebensgefährlich verletzten Patienten verbessern soll. Verschiedene Maßnahmen wie ein neuer Schockraum und spezielle Fortbildungen für Ärzte und Pflegemitarbeiter sollen dabei helfen, in Zukunft mehr Leben in einem der größten Krankenhäuser des Landes zu retten.

Die Zahl der komplizierten Notfälle am CHL hat in den vergangenen Jahren zugenommen. 2017 wurden 74 lebensgefährlich verletzte Patienten behandelt, 2016 lag diese Zahl noch bei 54 Betroffenen. Ein Großteil der Patienten überlebt: Die Mortalitätsrate liegt mit 7,3 Prozent relativ niedrig.

Neuer Standard im Schockraum

Der neue Schockraum ist geräumiger und verfügt über sämtliche Instrumente, die für die Behandlung von sogenannten polytraumatisierten Patienten notwendig sind. Die 50 Mitarbeiter der Notaufnahme stehen rund um die Uhr bereit, um bei hochakuten Fällen rasch eingreifen zu können. «Wir verfügen nun über einen neuen Standard. In der neuen Struktur können wir zwei lebensgefährlich verletzte Patienten gleichzeitig behandeln. Bisher war nur Platz für einen», sagt Marc Simon, Chef de service in der «Policlinique - Urgences adultes» am CHL.

Kollege Torsten Gerich, Chef de Service der unfallchirurgischen Klinik des CHL, fügt hinzu: «Jede Minute, die durch überflüssige Diagnostik oder fehlende zielgerichtete Handlung verloren geht, ist für Patienten mit einem Polytrauma eine verlorene Minute.» Vom Zeit- und Schockraummanagement hänge letztlich ab, ob der Betroffene eine Überlebenschance hat.

Als weitere Optimierungsmaßnahmen wurden bei einer Pressekonferenz am Donnerstag spezifische Fortbildungen für Mitarbeiter in der Akutversorgung genannt. Das Personal am CHL hat sich beispielsweise auch auf Szenarien wie ein Terror-Attentat oder einen Unfall mit vielen Verletzten vorbereitet. Eine Partnerschaftsvereinbarung mit dem Universitätsklinikum in Lüttich soll zudem sicherstellen, dass Verbrennungsopfer rasch von den dort tätigen Spezialisten behandelt werden können.

(jt/L'essentiel)

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