Luxemburg

22. Mai 2020 12:19; Akt: 22.05.2020 12:27 Print

Damit auch kleine Unternehmen überleben

LUXEMBURG – Der Minister für Mittelstand, Lex Delles, hat am Freitag Maßnahmen vorgestellt, die kleinen Unternehmen helfen sollen, auch nach der Krise weiter existieren zu können.

storybild

Der luxemburgische Mittelstandsminister, Lex Delles, erläutert die Hilfen für kleine Unternehmen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Es geht nicht nur darum, das Feuer zu löschen», sagt Mittelstandsminister Lex Delles am Freitag bei der Pressekonferenz, «es geht auch darum, den Sektoren gezielt zu helfen, damit die Unternehmen weitermachen können». Das Maßnahmenpaket zur Ankurbelung der nationalen Wirtschaft umfasse daher spezifische Beihilfen für die kleinsten Unternehmen, die das luxemburgische Wirtschaftsgefüge ausmachen und auch «eine soziale Aufgabe haben».

Unter diesen Unternehmen leiden Geschäfte aus der Hotel-, Gastro- und Veranstaltungsbranche ebenso wie der Einzelhandel. «Wir müssen ihnen helfen, über dieses Stadium hinauszukommen, damit die Unternehmen später noch existieren», sagt Lex Delles. Sein Ministerium hat innerhalb von zwei Monaten bereits 100 Millionen Euro Direkthilfe verteilt, sieben Mal so viel wie in einem normalen Jahr. Dennoch werden zwei neue Instrumente zur Unterstützung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), insbesondere über den Nationalen Fonds für Wiederaufbau und Solidarität, in Höhe von 200 Millionen Euro eingeführt.

Hilfen sind an Bedingungen geknüpft

«Jeden Monat werden wir 1250 Euro pro Mitarbeiter und 250 Euro pro Mitarbeiter in Kurzarbeit für Unternehmen auszahlen, deren Umsatz um 25 Prozent oder mehr zurückgegangen ist», erklärt Lex Delles. Mit einer Obergrenze von 10.000 Euro pro Monat für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern und 50.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern. Für größere Unternehmen ist die Beihilfe auf 100.000 Euro pro Monat begrenzt. Eine weitere Bedingung ist, so Delles, dass die Unternehmen nicht mehr als 25 Prozent ihrer Beschäftigten aus wirtschaftlichen Gründen entlassen dürfen.

Einzelhandelsunternehmen wie Friseure, Handwerker oder Schneider, die vom 15. März bis zum 15. Mai schließen mussten oder deren Umsatz um mehr als die Hälfte eingebrochen ist, erhalten drei Monate lang eine monatliche Beihilfe. Diese beträgt im ersten Monat 1000 Euro, im zweiten Monat 750 Euro und im dritten Monat 500 Euro pro Arbeitnehmer. Bedingung ist niemanden aus wirtschaftlichen Gründen zu entlassen und zum Zeitpunkt der Beihilfegewährung erwerbstätig zu sein. Die Beihilfe ist auf einen Höchstbetrag von 50.000 Euro pro Monat gedeckelt.

Ein weiterer Schlüssel sei, das «Vertrauen der Kunden zurück zu gewinnen», so Dessel. Die Unternehmen hätten große Anstrengungen unternommen, um unter den Hygienemaßnahmen wieder zu öffnen. Und die Verbraucher haben sich sehr solidarisch gezeigt, insbesondere auf Letzshop.lu. «Wir brauchen diese Solidarität, um den Unternehmen zu helfen, sich zu erholen». Es bleibt abzuwarten, wann der Horesca-Sektor wieder eröffnet werden kann. Das Datum des 1. Juni wurde vorverlegt, aber das Pfingstwochenende davor ist für den Sektor wichtig. Eine Entscheidung darüber wird am Montag erwartet.

(jw/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.