Auslieferungsgesuch

13. September 2021 16:55; Akt: 13.09.2021 17:24 Print

Spanien lässt Jean-​​Marc Sirichai Kiesch frei

LUXEMBURG/MADRID – Die Luxemburger Staatsanwaltschaft ist am Montag von der spanischen Justiz über die Freilassung des in Luxmburg gesuchten Straftäters informiert worden.

storybild

Kiesch muss in Spanien nicht in Haft.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Spanien lässt einen der meistgesuchten Straftäter Luxemburgs, Jean-Marc Sirichai Kiesch, laufen. Die spanische Justiz erkenne das Strafurteil gegen Kiesch nicht an, wie die luxemburgische Staatsanwaltschaft am Montag mitteilt. Die spanischen Behörden verweisen dabei auf den Umstand, dass Kiesch zum Zeitpunkt seiner Verurteilung im Jahr 2000 minderjährige gewesen sei.

Luxemburg hatte zunächst die Auslieferung des 2004 geflohenen Luxemburgers beantragt. Den Antrag lehnten die Spanier genauso ab wie das Ersuchen aus dem Großherzogtum, Spanien möge die restliche Freiheitsstrafe gegen Kiesch vollstrecken. Die Strafe beträgt laut Angaben der Justiz aktuell noch 3275 Tage. Mit Entscheidung vom 10. September 2021 sah sich das zentrale Strafgericht in Madrid jedoch nicht in der Lage, das Luxemburger Urteil anzuerkennen. Rechtsmittel gegen die Entscheidung gibt es für Luxemburg nicht. In Spanien ist Kiesch damit ein freier Mann.

Die Strafkammer des Landgerichts Diekirch hatte den 1981 geborenen Kiesch zu einer Haftstrafe von 20 Jahren Haft verurteilt, fünf Jahre davon zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Kiesch im Januar 1999 in Eppeldorf sich des Mordes und der versuchten Brandstiftung schuldig gemacht hat. Da die Tat einen Tag vor seinem 18. Geburtstag passierte, wurde Kiesch in Luxemburg nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt. Genau an diesem Punkt knüpft die Entscheidung der spanischen Richter an.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kinglouis am 13.09.2021 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    de Problem as hei an Lezebuerg ugang.Wie kan een am Joer 2000 zu 20 Joer wengst Mord verurteelt gin,an 4 Joer drop well Congé kréien?Onbegreiflich.

    einklappen einklappen
  • jean-paul am 13.09.2021 19:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    europäesch UNIOUN mei lächerlesch geet et net, och wann eis justiz sech ustrengt...

    einklappen einklappen
  • Marc am 13.09.2021 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An dat nennt sech Europa, do muss en sech jo schummen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • ACDC am 14.09.2021 16:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    D AMERICANER SIN DEEI ENZEG MAT ANSTÄNEGEN PRISONSSTROFFEN FIR MÖRDER

  • de Krätzert am 14.09.2021 15:30 Report Diesen Beitrag melden

    d'Justiz huët deen selwëchten Buchstaw um Enn wéi ... Witz !

  • de Krätzert am 14.09.2021 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    fir déi vun iéch, déi ët nach nët begraff sollten hun .. di gréissten Verbriécher sin d'Automobilisten, déi fir 4km/h zevill geklaackt gin ! Ouni grouss Chance op e Recours ! Soulaang een sech hei keng klénger Saachen wi Mord; Doudschlag , Déifstall oder Betrug leescht, kann engem néischt passéieren Armes Luxemburg ( an de Rescht vun Europa as nët besser)

  • et ass net den Spunier hiren Féeler am 14.09.2021 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Den eigentlechen Problem ass ons éegen Justiz. Huet sech do jemols éen mussen rechtfäerdegen virwat desen Typ iwerhaapt Ausgang kritt huet bei esou engem Verbriechen? Alles dat se net nach all 2 Joer eng grouss 'Porte Ouverte' machen.

  • Léonie am 13.09.2021 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    D'Michelle Martin, dem Marc Dutroux seng Komplizin/Exfra, ass och op fräiem Fouss.

    • Rudi Lehnen am 14.09.2021 12:38 Report Diesen Beitrag melden

      Und was hat das mit diesem Fall zu tun?

    • Léonie am 14.09.2021 16:53 Report Diesen Beitrag melden

      Ganz allgemeine Bemerkung über die "Bewegungsfreiheit" von Menschen mit sich ähnelnden Vorgeschichten.

    • Christophe am 14.09.2021 21:08 Report Diesen Beitrag melden

      oh Léonie...

    einklappen einklappen