Luxemburg

09. November 2017 08:00; Akt: 09.11.2017 08:02 Print

Staat finanziert Kitas mit 6,71 Euro pro Stunde

LUXEMBURG – Eltern können ihre Kinder 20 Wochenstunden gratis in der «Crèche» betreuen lassen – doch einige Kindertagesstätten stellt diese Maßnahme vor Probleme.

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Der Staat wird demnächst 80 Millionen Euro in neuen Kinderbetreuungsmaßnahmen investieren.

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Böse Überraschung aus einer Kindertagesstätte: Eltern erhielten die Nachricht, dass die Betreuungspauschale um mehr als zwei Euro pro Stunde angehoben wurde. Die «Crèche» nannte die Mehrkosten, die durch die neuen Maßnahmen des Bildungs-, Kinder- und Jugendministeriums entstehen, als Grund für die Preiserhöhung. Diese Maßnahmen sehen vor, dass Eltern 20 kostenlose Betreuungsstunden pro Woche in den Kitas in Anspruch nehmen können.

«Das ergibt keinen Sinn. Wir haben noch nicht alle praktischen Informationen aus dem Ministerium erhalten. Daher ist es derzeit für eine Kinderkrippe nicht möglich, die finanziellen Auswirkungen der neuen Maßnahmen abzuschätzen», heißt es aus einer anderen Betreuungseinrichtung.

Ministerium will bei Bedarf eingreifen

Das Ministerium erinnert, dass «die Kosten der ersten 20 Stunden vollständig vom Staat übernommen werden». Daher käme es nicht in Frage, dass eine Kinderkrippe Eltern einen Teil davon oder als Ganzes in Rechnung stelle.

Das Ministerium gibt auch weitere Einzelheiten zu den neuen staatlichen Beihilfen bekannt. Da die mehrsprachige Erziehung und die Qualitätscharta zusätzliche Kosten für Kitas mit sich bringen, erhöhte das Ministerium seinen Beitrag zum Betreuungsgutschein («chèque service accueil»). Für jede bezahlte Stunde wird der Staat in Zukunft 6,71 Euro – im Vergleich zu 6 Euro zuvor – beisteuern. Dieser Betrag entspricht dem durchschnittlichen Preis der Kinderkrippen für Kinder im Alter von ein bis vier Jahren,«aufgerundet» um 40 Cent.

«Die Kinderbetreuung wird weitgehend vom Staat finanziert», erklärt das Ministerium, das betont, dass diese Anpassungen mit dem Verband ausgehandelt wurden und bei Bedarf noch einmal geändert werden können. «Privatpersonen können die gewünschten Tarife frei erfragen. Das Ministerium behält sich jedoch das Recht vor, bei überteuerten Kinderkrippen zu reagieren», so das Ministerium.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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