Nach Zugunglück

17. Februar 2017 12:36; Akt: 17.02.2017 13:10 Print

«Sicherheit auf Bahnstrecke nie infrage gestellt»

METZ/LUXEMBURG – Französische Lokführer wollen wegen Sicherheitsbedenken angeblich nicht mehr nach Luxemburg fahren. Was steckt hinter der Drohung?

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Laut Medienberichten weigern sich französische Lokführer seit dem tödlichen Bahnunglück in Düdelingen die Grenze zu Luxemburg zu überqueren. Als Grund wurden Sicherheitsprobleme bei der luxemburgischen Eisenbahn kolportiert. Wie L'essentiel bereits gestern berichtete, stellt sich die Sache jedoch komplexer dar als sie scheint.

Die französische Bahngewerkschaft CFDT schwächte bereits am Donnerstag nach einem Anruf durch L'essentiel ihre eigenen Aussagen aus einem Communiqué ab. Der Satz «Die französischen Lokführer fahren bis auf Weiteres nicht mehr in Luxemburg» sei fälschlicherweise als Drohung interpretiert worden. «Dass die französischen Lokführer nicht in Luxemburg fahren, hat zuallererst technische Gründe», sagt der Gewerkschafter Yves Le Pallec. «Die Lokführer sind Profis und sind am Tag X an ihrem Posten.» Dass die Linie 90 zwischen Metz und Luxemburg sicher sei, sei niemals infrage gestellt worden.

Versöhnlichere Töne am Freitag

In einem Schreiben an den CFL-Vorstand für Personenverkehr Marc Hoffmann, das L'essentiel vorliegt, schreibt Jacques Weil, beigeordneter Direktor des französischen Verkehrsverbunds TER Grand Est: «Wir wollen, dass der Bahnverkehr zwischen Luxemburg und Frankreich wieder aufgenommen wird, sobald die Genehmigung vorliegt. Ich kann nur bedauern, dass eine Pressemitteilung einer Gewerkschaft derartige Konfusion auslöst.»

Freitagmorgen war dann eine andere Bahngewerkschaft aus dem Nachbarland um versöhnliche Töne bemüht. Die CGT setzte ein gemeinsames Communiqué mit den luxemburgischen Kollegen der FNCTTFEL auf – wohl um kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen. Darin drücken die Gewerkschaften gemeinsam ihre Trauer über den Unfall vom Dienstag aus. Kommentare über die Ursache der Kollision, bei der ein CFL-Lokführer sein Leben verlor, verbieten sich die zwei Organisationen. «Die Justiz hat sich eingeschaltet, lassen wir sie ihre Arbeit machen. Wir hoffen, dass beide Unternehmen eine echte Zusammenarbeit leisten können und so zu einer vollständigen Aufklärung und Transparenz beitragen, um die Sicherheit der Eisenbahnbeschäftigten und unserer Reisenden weiterhin sicherzustellen.»

(MC/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kalimero am 17.02.2017 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Führte ein menschlicher Fehler zum Crash? JA sicher nur weshalb weil es keine Sicherheitsfunktionen auf dem Streckenteil gibt. Also kein SIFA (Sicherheits Fahr Schaltung) wie das bei der Deutschen Bahn genannt wird. In meine Augen müssten die leitenden Mitarbeiter inkl dem Boss verurteilt werden.

  • Struppes am 18.02.2017 23:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Kalimero Viel Ahnung scheinst du ja wohl nicht zu haben...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Struppes am 18.02.2017 23:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Kalimero Viel Ahnung scheinst du ja wohl nicht zu haben...

  • Kalimero am 17.02.2017 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Führte ein menschlicher Fehler zum Crash? JA sicher nur weshalb weil es keine Sicherheitsfunktionen auf dem Streckenteil gibt. Also kein SIFA (Sicherheits Fahr Schaltung) wie das bei der Deutschen Bahn genannt wird. In meine Augen müssten die leitenden Mitarbeiter inkl dem Boss verurteilt werden.