Rifkin-Studie

09. November 2017 16:12; Akt: 09.11.2017 16:25 Print

Luxemburg bereitet sich auf digitale Revolution vor

LUXEMBURG – Die seit der Veröffentlichung der Rifkin-Studie begonnenen Arbeiten wurden am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt.

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«Die Bevölkerung wächst. Unsere Ressourcen sind begrenzt. Wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen, müssen wir unsere Wirtschaft verändern», erklärte Christian Schraff, Präsident des Vereins IMS Luxembourg, im Grand Théâtre. Die mit der sogenannten Rifkin-Studie verbundenen Arbeiten sollen dem Land ermöglichen, die dritte industrielle Revolution einzuleiten. Diese wurden am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Saal war zu drei Vierteln voll, aber das Durchschnittsalter war ziemlich hoch.

Wirtschaftsminister Étienne Schneider (LSAP) unterstrich die Bedeutung eines nachhaltigen Wachstums. «Vor der Krise führte das Wachstum zu einer Steigerung der Kaufkraft. Jetzt hinkt die Kaufkraft aber hinterher. Es ist normal, dass die Menschen wenig Toleranz gegenüber den Nachteilen des konventionellen Wachstums wie zum Beispiel Staus und fehlenden Wohnungen haben.»

Stromerzeugung für den Nachbarn

Um die digitale Revolution zu ermöglichen, will Luxemburg auf neue Technologien und erneuerbare Energien setzen. «Künftig wird ein Haushalt Energie durch Photovoltaik erzeugen, sein Auto damit aufladen und mit seinen Nachbarn teilen.» Um sich auf die Jobs der Zukunft vorzubereiten, müssen nach den Worten der Minister Investitionen in das lebenslange Lernen getätigt werden.

Wie der Reichtum umverteilt werden soll, darüber sind die Regierungsmitglieder geteilter Meinung. «Eines Tages werden Roboter den größten Teil der Produktionsarbeiten verrichten. Wir können davon ausgehen, dass wir an diesem Tag weniger als 40 Stunden pro Woche für das gleiche Gehalt arbeiten werden. Das wird einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindern», sagt Schneider. Arbeitsminister Nicolas Schmit (LSAP) fürchtet hingegen, dass die Menschen «nicht mehr arbeiten wollen», wenn Arbeit und Einkommen stärker voneinander getrennt werden.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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