Himmelsspektakel

16. November 2017 11:55; Akt: 16.11.2017 16:12 Print

Luxemburg bietet beste Sicht auf Sternenregen

LUXEMBURG – In der Nacht von Freitag auf Samstag erreichen die Leoniden ihren Höhepunkt. Im Großherzogtum ist das Wetter europaweit für Sternengucker am besten.

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Im Großherzogtum klart der Himmel auf. Das bietet den Luxemburgern beste Sicht auf die Sternschnuppen der Leoniden. (Bild: DPA/Patrick Seeger)

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Freunde von Sternschnuppen können wieder ein Himmelsspektakel bestaunen. Die Leoniden erreichen von diesem Freitag auf Samstag ihren Höhepunkt. Aber nicht überall in Europa lasse das Wetter einen Blick auf die Sternschnuppen zu, da der Himmel vielerorts von Wolken verdeckt sei: Wie der Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst erklärt, haben die Menschen in Südengland, Nordfrankreich, Belgien und Luxemburg die besten Chancen auf einen sternenklaren Himmel. Die luxemburgischen Wetterexperten von Météolux bestätigen: «Der Freitag beginnt zwar regnerisch, allerdings ziehen die Wolken rasch weiter. Ab dem Nachmittag sollte es dann aber sonnig und trocken werden.»

In diesem Jahr rechnen Experten wie schon im Vorjahr mit bis zu 20 Sternschnuppen pro Stunde. Die Leoniden sind laut Vereinigung der Sternfreunde (VdS) nach dem Sternbild Löwe (lat.: Leo) benannt, aus dessen Richtung sie scheinbar auftauchen. Auslöser des Schauspiels sind die Trümmerteile des Kometen 55P/Tempel-Tuttle.

«Einfach hochgucken, Richtung Süden/Südosten»

«Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört», meinte der VdS-Vorsitzende Sven Melchert. Unter den Sternschnuppen seien auch besonders helle Exemplare zu erwarten. Die beste Zeit zur Beobachtung seien die dunklen Morgenstunden vor Sonnenaufgang. «Einfach hochgucken, Richtung Süden/Südosten.»

Wer die Leoniden verpasst, muss nicht lange auf die nächste Gelegenheit zum Sternschnuppen-Gucken warten. Um den 12./13. Dezember herum werden die Geminiden erwartet, die aktiver als die Leoniden sind. «Auch da haben wir relativ wenig Mond», sagte Melchert.

Bereits am Dienstagabend hat ein helles Licht am Himmel über Süddeutschland für große Aufregung gesorgt. Experten rätseln, was hinter dem Phänomen stecken könnte. Axel Quetz vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg hielt die Erscheinung für eine große Sternschnuppe. «Möglicherweise war sie eine frühe Leonide», sagte er am Mittwoch. «Der in die Erdatmosphäre eingetretene Himmelskörper könnte die Größe einer Faust oder eines Fußballs gehabt haben.» Das Objekt dürfte vollständig verdampft sein.

Der Himmelskörper war auch über dem Saarland und dem Elsass zu sehen:

(sw/L'essentiel/dpa)

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