In Luxemburg

09. Februar 2018 11:37; Akt: 09.02.2018 13:07 Print

Immer mehr Trickbetrüger rufen in Luxemburg an

LUXEMBURG – «Mehrere hundert Vorfälle» im Zusammenhang mit fragwürdigen Telefonaten wurden 2017 von der Polizei registriert. Ein Thema, dem sich die Politik annehmen sollte.

storybild

Im vergangenen Jahr registrierte die Luxemburger Polizei eine steigende Zahl an betrügerischen Anrufen. (Bild: Editpress)

Zum Thema

Die Police Grand-Ducale hat in den vergangenen Monaten vermehrt auf betrügerische Anrufe aus dem Ausland hingewiesen. Am Freitag erklärte der Minister für innere Sicherheit, Etienne Schneider, dass es 2017 «mehrere hundert Vorfälle» dieser Art gab und dass die fragwürdigen Anrufe «zugenommen haben.»

Besonders viele dieser Phishing-Versuche (dabei versuchen die Betrüger an Daten ihrer Opfer zu kommen) oder Ping-Calls (dabei lässt der Betrüger nur kurz anklingeln und der Rückruf ist sehr teuer) erreichten Luxemburger Handys zwischen Weihnachten und Neujahr nicht nur aus Liberia, sondern auch aus Belgien. Das Beunruhigende: Im Großherzogtum gibt es keine zureichende Rechtsgrundlage. Und der Schutz des Regulierungsinstitutes (ILR) ist begrenzt. Das soll sich nun aber ändern.

Nicht abheben!

Auch wenn 2017 «keine formellen Beschwerden registriert wurden», so Schneider, sollen die Kunden von künftigen europäischen Maßnahmen geschützt werden, die auch hierzulande umgesetzt würden. Darunter fällt die Datenschutzrichtlinie für elektronische Kommunikation. Nach Ansicht des Ministers sollte das ILR dann in der Lage sein, direkter bei den luxemburgischen Mobilfunkanbietern einzugreifen. Dies ist bereits in Deutschland der Fall, wo die Betreiber die Abrechnung von betrügerischen Anrufen stornieren können.

Am allerbesten ist es aber, erst überhaupt nicht in die Falle zu tappen. Die Polizei fordert die Kunden deshalb auf, wachsam zu sein. «Bei merkwürdigen Telefonnummern sollte man nicht abheben und auch nicht zurückrufen. Auf gar keinen Fall sollte man persönliche Daten per Telefon oder E-Mail weitergeben», rät ein Sprecher von Tango.

(NC/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H.Odenzak am 09.02.2018 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    Besonders nervend ist, wenn mann Krank ist und jede menge Telefonate mit verschiedene Ärtzte hatt! Hatte den Fall, und musste bei jedem Anruf den ich erhalten habe genau aufs Display schauen, denn es waren gerade solche bizzarre Anrufe am laufen... Daß mann gegen solche “Nötigung” nichts machen kann ist schon der Hammer... Eine einfaches blockieren einer Nummer wäre schon geholfen, doch das geht auch nicht so einfach...

  • dusninja am 10.02.2018 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Belgier hatte ich auch mehrmals. Und gestern war es einer aus Kasachstan. Ich frage mich nur woher die die Nummer haben, wenn ich nicht im Telefonbuch bin.

  • graziella montebello am 10.02.2018 01:40 Report Diesen Beitrag melden

    die polizei in luxemburg müsste vieleicht mal solche nummern mit vorwahl auf ihre facebook seite setzen dass die leute sich ein bild machen wie das aussieht mein mann bekommt jeden 2 tag anrufe auf dem handy aus birmanie , new guinea, marocco, tunesien belgien usw auch am haus telefon geht,s los damit das ist nervlich

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kreus Romain am 11.02.2018 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    De Problem sin hei Uriff bei Aelere Leit. Wann dei net mei kloer denken get vun sou Banditen profiteiert. Mein Mam krit stänneg sou Telefongen.

  • dusninja am 10.02.2018 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Belgier hatte ich auch mehrmals. Und gestern war es einer aus Kasachstan. Ich frage mich nur woher die die Nummer haben, wenn ich nicht im Telefonbuch bin.

  • graziella montebello am 10.02.2018 01:40 Report Diesen Beitrag melden

    die polizei in luxemburg müsste vieleicht mal solche nummern mit vorwahl auf ihre facebook seite setzen dass die leute sich ein bild machen wie das aussieht mein mann bekommt jeden 2 tag anrufe auf dem handy aus birmanie , new guinea, marocco, tunesien belgien usw auch am haus telefon geht,s los damit das ist nervlich

  • Dimitrij am 09.02.2018 22:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do kann een sech awer gutt hëllefen.Et ginn Appen do kann een ganz Länner just unhand vun der Lännervirwahl blockéieren.Eenzel Nummeren kréien och déi meeschten Handy'en hin.

  • irgendeen am 09.02.2018 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @H.Odenzak all Operateuren blockeieren all Daach em dei 30 verschidden nei Nummeren. Spillt just keng Roll well dei Somalier a co sech am Skype eng nei machen an weiderfueren