ZEW-Studie

04. Januar 2017 11:32; Akt: 04.01.2017 12:20 Print

Luxemburg ist das Paradies für Familienunternehmen

LUXEMBURG – Im Vergleich von 17 EU-Volkswirtschaften und den USA ist das Großherzogtum am attraktivsten für kleine und mittlere Unternehmen.

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Klein aber oho: Luxemburg landet im internationalen Vergleich auf dem ersten Platz. (Grafik: Stiftung Familienunternehmen)

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Der Wirtschaftsstandort Luxemburg ist laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für Familienunternehmen das Nonplusultra. Anfang Januar veröffentlichte das Forschungsinstitut die Rangliste zum sechsten Mal seit 2006. Im internationalen Vergleich standen 17 Volkswirtschaften der Europäischen Union und die USA.

Der Spitzenreiter der letzten Studie, das Vereinigte Königreich, landete 2016 mit 65,12 von 100 möglichen Punkten auf dem zweiten Platz hinter dem neuen Führenden Luxemburg (65,39 Punkte). Die Schweiz belegt mit 64,63 Punkten Platz drei vor. Weniger attraktiv für Familienunternehmen waren Deutschland (mit 53,07 Punkten auf Platz zwölf), Belgien (mit 46,15 Punkten auf Platz 15) und Frankreich (mit 45,91 Punkten auf Platz 16).

Schwer mit größeren Staaten vergleichbar

Aussschlaggebend für die Bewertung sind die Punkte Besteuerung (zu 20 Prozent), Arbeitskosten, Produktivität und Humankapital sowie die gesetzlichen Regulierungen (jeweils zu 17,5 Prozent), die Finanzkapazität, die Infrastruktur und die Energiekosten (jeweils zu 15 Prozent). In vier dieser Punkte landete das Großherzogtum unter den Top vier.

Aufgrund seiner geringen Größe und seiner stark dienstleistungsorientierten Struktur sei das Großherzogtum als Standort für gewerblich ausgerichtete Familienunternehmen jedoch nur schwer mit größeren EU-Mitgliedstaaten vergleichbar. «Bei den Indikatoren im Bereich 'Arbeitskosten, Produktivität, Humankapital' dürften Dienstleistungsorientierung und Hochlohnbeschäftigung im Finanzsektor die guten Bewertungen beeinflussen, so dass dieser statistische Befund nicht ohne weiteres auf die gewerblichen Standortqualitäten übertragbar wäre. Auch profitiert Luxemburg stark von qualifizierten Einpendlern, die hohe Qualifizierung und Produktivität der Arbeitnehmer geht somit nur mit vergleichsweise geringen eigenen Bildungsanstrengungen einher», heißt es in der Studie.

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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