Arbeitsminister Schmit

16. Oktober 2017 07:03; Akt: 16.10.2017 15:31 Print

Luxemburg startet Pilotprojekt zur Telearbeit

LUXEMBURG – Arbeitsminister Nicolas Schmit stellt sich beim Thema «Home Office» nicht quer. Allerdings gibt es grenzüberschreitende Hindernisse.

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Hinter der französischen Grenze könnten demnächst zahlreiche Coworking-Spaces entstehen. (Bild: Editpress)

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«Ich bin kein Feind von Telearbeit. Wir werden in diesem Bereich in Luxemburg ein Pilotprojekt im öffentlichen Dienst und in der Verwaltung starten, das die Vor- und Nachteile des Home Office darlegen wird», erklärt Luxemburgs Arbeitsminister Nicolas Schmit.

Bisher stellt die Besteuerung in den unterschiedlichen Ländern allerdings das größte Hindernis für Grenzgänger dar, die ihre Arbeit von zu Hause aus erledigen möchten. Derzeit dürfen sie nach den europäischen Vorschriften nicht mehr als 20 Prozent außerhalb des Landes ihres Arbeitgebers arbeiten. Das ist ein Tag einer Fünf-Tage-Woche. Arbeitet man längere Zeit von seinem Wohnsitz aus, muss man auch in seinem Heimatland Steuern zahlen.

«Private Initiativen müssen von der Privatwirtschaft finanziert werden»

«Momentan gibt es in Europa kein Land, das diesbezüglich die Gesetze ändert», sagt Schmit. Einige Politiker, wie beispielsweise der Bürgermeister von Thionville, Pierre Cuny, setzen sich für die Telearbeit ein. Er möchte sogenannte Coworking-Spaces auf der französischen Seite der Grenze schaffen. Schmit ist nicht per se dagegen. Allerdings ist sich der Arbeitsminister nicht sicher, ob sich solche Einrichtungen «für die Mitarbeiter und die Unternehmen lohnen».

Der Arbeitsminister will vermeiden, dass die Entwicklung der Telearbeit zu einer unsicheren Rechtslage für luxemburgische Unternehmen führt. Eine zwischenstaatliche Kommission Luxemburgs und Frankreichs arbeitet derzeit an den finanziellen Auswirkungen solcher Coworking-Spaces.

Dennoch bleibt Schmit hinsichtlich der finanziellen Beteiligung Luxemburgs unnachgiebig: «Private Initiativen müssen von der Privatwirtschaft finanziert werden. Das ist nicht die Rolle des Staates.»

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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