Bildung in Luxemburg

14. Dezember 2018 14:51; Akt: 14.12.2018 15:21 Print

Deutsche Sprache bereitet vielen Schülern Probleme

LUXEMBURG – Der zweite nationale Bildungsbericht wurde am Freitag vorgestellt. Forscher beleuchten darin die Chancen und Herausforderungen im heimischen Schulwesen.

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Der zweite Bildungsbericht der Uni Luxemburg setzt sich mit Chancen und Herausforderungen im luxemburgischen Schulsystem auseinander. (Bild: Editpress/Alain Rischard)

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Es handelt sich um ein 200 Seiten starkes Dokument, das die Universität Luxemburg am Freitag vorgelegt hat. Der Bericht liefert einen ausführlichen Überblick über Chancen und Herausforderungen für das heimische Schulsystem. Bereits 2015 hatte die Uni eine ähnliche Untersuchung durchgeführt.

Der Bericht, der in die Hauptkapitel «Bildungswege» sowie «Mehrsprachigkeit und Lehre» untergliedert ist, beschäftigt sich unter anderem mit schulischen Kompetenzen, dem Erlernen des Schreibens, dem Ertrag aus Investitionen in die Bildung, Lehrbüchern, Sprachkenntnissen der Lehrer oder auch zweisprachigem Lesen.

Mehrsprachigkeit als Challenge

Als die großen Herausforderungen im luxemburgischen Schulwesen sehen die Wissenschafter die sozialen und regionalen Ungleichheiten beim Bildungserfolg. Auch bei der Orientierung von der Grund- in die Sekundarschule, der Gestaltung des Unterrichts und bei der Mehrsprachigkeit sehen die Verfasser des Berichts Verbesserungsbedarf.

Dem umfangreichen Dokument ist außerdem zu entnehmen, dass Kinder zu Beginn der formalen Schulbildung (ab Zyklus 2) in der Regel über die notwendigen Basiskenntnisse verfügen. Am Beginn von Zyklus 3 treten jedoch Unterschiede zwischen den Schülern zu Tage, vor allem beim Erlernen des Schreibens. Diese Unterschiede sind vor allem «mit der sozialen Herkunft oder dem Migrationshintergrund» der jeweiligen Schüler verknüpft. So bereitet der Unterricht auf Deutsch offenbar vielen Schülern Schwierigkeiten. Untersuchungen zeigen, dass die mehrsprachige Ausrichtung des Bildungssystems nicht nur im Sprachunterricht, sondern auch in anderen Fächern wie Mathematik Auswirkungen hat.

Der Multilinguismus macht sich auch beim Lesen bemerkbar. «Jugendliche lesen nur sehr wenig aus Vergnügen, allerdings lesen sie laut eigenen Angaben in verschiedenen Sprachen», heißt es im Bildungsreport. Die Ungleichheiten bei der Beherrschung der Unterrichtssprachen könnten laut den Forschern durch «die Ausarbeitung eines Programms zur frühkindlichen Sprachförderung» abgemildert werden. Dies könnte Kindern, in deren Familien nicht Luxemburgisch gesprochen wird, zu Beginn ihrer Schulzeit zugute kommen.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lux am 14.12.2018 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An waat as mam French. Wifil kanner hun domat Problemer!

  • Ungleichheiten fördern am 14.12.2018 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    die einen Kinder haben Probleme im Deutschen, die anderen Kinder im Französischen. Die Frage ist welche Kinder werden vom Bildungsministerium vorgezogen? Vermutlich die fr-sprechenden, sonst müssten unsere eigene Kinder vermutlich nicht schon in der Précose fr lernen.

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  • Pia am 14.12.2018 15:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nach laaang net esou schwéier ewei dei franséisch sprooch waat vill leit bestëmmt och esou gesinn ..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kreckelneckel am 17.12.2018 07:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ech hat och éischter Schwieregkeeten mam franséichen, wat fir een Lëtzebuerger normal ass, well eis Mammensproch jo eng germanesch Basis huet. Lëtzebuerg huet eben den Probleem op enger Sprochgrenz ze leien, tesch dem Franséich and Däitschen Sproochraum, dat war schonn ëmmer sou an et ass schonn säit dem Héichmëttelalter problematesch. Lo hunn mer offiziell eis eegen Sprooch, mä dat ännert näischt drun dat mer ofhängeg sinn vun Grenzgänger oder Anwanderer déi numol vun iwwerrall kommen. Eng Léisung wiert et do sou séier nach net ginn..

  • Angel am 15.12.2018 13:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Problemer mat Däitsch hunn Portugiesen asw.Mär Lëtzebuerger haten et soss och schwéier mam franséischen an do ass keng opgefouert ginn.

  • Jimbo am 14.12.2018 22:57 Report Diesen Beitrag melden

    ech hat gemengt dass vill Schüler Problemer mam portugiseschen hätten... Affaire à suivre?

  • Lux am 14.12.2018 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An waat as mam French. Wifil kanner hun domat Problemer!

  • Veritas am 14.12.2018 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Stemmt, déi Sprooch wou doheem net geschwat gëtt soll an der Schoul am meeschten geléiert ginn.