In Luxemburg

21. September 2017 16:54; Akt: 21.09.2017 17:38 Print

Mehr Haushalte erhalten einen Mietzuschuss

LUXEMBURG – Ab dem kommenden Jahr sollen im Großherzogtum mehr Haushalte die finanzielle Beihilfe des Staates erhalten. Das derzeit geltende Gesetz wird geändert.

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Etwa 60 Prozent der Mieter im Großherzogtum könnten künftig einen Zuschuss erhalten. (Bild: AFP/Pascal Pavani)

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Das Ministerium für Wohnungsbau blieb im vergangenen Jahr auf dem Geld sitzen, das für es Mietzuschüsse für Haushalte mit niedrigem Einkommen eingeplant hatte. Eigentlich sollten etwa 18.600 Familien im Großherzogtum von den Zuschüssen profitieren. Bisher erhielten bisher aber nur elf Prozent davon – rund 2005 Familien – die finanzielle Unterstützung.

Das entsprechende Gesetz soll nun dahingehend geändert werden, dass die Gelder in mehr Haushalten ankommen. Zunächst wird die sogenannte Aufwandsquote reduziert. Das bedeutet, dass Haushalte, die mehr als ein Viertel ihres monatlichen Einkommens für die Miete ausgeben, künftig einen Zuschuss erhalten können. Vor der Änderung musste die Miete ein Drittel des Einkommens verschlingen. Außerdem werden die Sozialtransfers bei der Berechnung nicht mehr berücksichtigt und der Antragsteller muss nur noch drei statt bisher sechs Monate lang ein Einkommen bezogen haben. Dadurch können sich junge Menschen, die gerade erst in die Arbeitswelt einsteigen, schneller bewerben.

Zehn Millionen Euro

Darüber hinaus wird die Höchstgrenze beim Einkommen angehoben. Eine Einzelperson kann künftig die Beihilfe mit einem Einkommen von 2500 Euro – gegenwärtig sind es 1874 Euro – in Anspruch nehmen. Für einen Zwei-Personen-Haushalt wird die Grenze auf 3750 Euro angehoben, für drei Personen auf 4500 Euro. Mit diesen neuen Regeln erhöht sich Zahl der Haushalte, auf den das Gesetz abzielt, auf 35.020. Die Regierung plant dafür im kommenden Jahr ein Budget von zehn Millionen Euro ein.

«Die Zuschüsse sollen auch durch eine bessere Information ihr die Zielpublikum erreichen», sagte Marc Hansen, Wohnungsbauminister, der den Gesetzesentwurf am Donnerstag im Parlament vorstellt. Das Inkrafttreten des Textes ist für den 1. Januar 2018 geplant.

(JW/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pascal am 21.09.2017 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann werden ja die Mieten noch teurer das geht ja schon so i. Deutschland

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pascal am 21.09.2017 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dann werden ja die Mieten noch teurer das geht ja schon so i. Deutschland