Sexuelle Belästigung

12. Dezember 2017 17:23; Akt: 12.12.2017 17:53 Print

Luxemburg zählt weniger Vergehen als im Vorjahr

LUXEMBURG – Trotz der Affäre Weinstein hat die Police Grand-Ducale in den letzten Monaten nicht mehr Anzeigen wegen sexuellen Übergriffen verzeichnet.

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Trotz der Weinstein-Affäre gibt es in Luxemburg keinen Anstieg der Fallzahlen sexueller Belästigung. (Bild: AFP/Bertrand Guay)

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Die Enthüllungen rund um die Weinstein-Affäre haben weltweit eine Debatte über sexuellen Missbrauch von Frauen iausgelöst. Aber die Welle der Beschuldigungen, die insbesondere durch die Hashtags #meetoo und #balancetonporc vorangetrieben wurde, erreichte Luxemburg nach Angaben der Regierung nicht. Die Zahl der Straftaten für «Verstöße gegen die Moral (Vergewaltigung, unsittliche Berührung, Mobbing, Belästigung und Stalking) sind leicht zurückgegangen.

Dies gehe aus den offiziellen Zahlen der ersten zehn Monaten des Jahres 2016 und dem gleichen Zeitraum im Jahr 2017 hervor, sagten am heutigen Dienstag die Minister für Justiz, Innere Sicherheit und Arbeit. Sie antworteten damit auf eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Nancy Arendt (CSV).

Keine weitere Gesetzesverschärfung

Zwischen Januar und Oktober 2016 verzeichneten die Dienste 420 solcher Straftaten. Trotz der Weinstein-Affäre und ihrer Folgen ist diese Zahl in diesem Jahr auf 385 gesunken. Auch in diesem Jahr wurden keine Beschwerden wegen sexuellen Missbrauchs am Arbeitsplatz eingereicht. Die Gewerbeaufsicht (ITM), die nicht notwendigerweise von all diesen Handlungen Kenntnis hat, hat in den letzten zehn Monaten elf Auskunftsersuchen über sexuellen Missbrauch erhalten.

Die Regierung habe nicht die Absicht, Gesetze zu diesem Thema zu erlassen. Diese Vergehen «werden alle bereits durch Texte des Strafgesetzbuches abgedeckt», so ein Mitglied der Regierung.

(jg/L'essentiel)

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  • Hashtags am 13.12.2017 08:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    #meetoo ????? #balancetonporc ?????

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