Datenzentrum in Bissen

22. September 2017 18:58; Akt: 22.09.2017 19:05 Print

Schneider plaudert Details zu Google-​​Projekt aus

LUXEMBURG - Die Regierung äußert sich bisher nur spärlich zum geplanten Google-Datenzentrum in Bissen. Wirtschaftsminister Schneider lässt nun aber mit neuen Infos aufhorchen.

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Das Google-Datenzentrum soll am Busbierg in Bissen errichtet werden. (Bild: Screenshot geoportail.lu)

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Während Regierungschef Xavier Bettel am Google-Hauptsitz in Kalifornien Klinken putzt (siehe Tweet unten), nutzt Vize-Premier und Wirtschaftsminister Etienne Schneider die Zeit für ein Interview. Schneider plauderte gegenüber der Financial Times Details zum geplanten Google-Datenzentrum in Bissen aus. Bislang hatte die Regierung nur äußerst spärlich auf Anfragen zu dem Projekt reagiert, offenbar aus Sorge, den möglichen Milliardeninvestor zu verärgern.

Nun erzählt Schneider der FT, dass das Projekt auf einem Areal von rund 30 Hektar an einem «Kartoffelbauern» zu scheitern drohte. Dieser habe sich geweigert, sein Grundstück zu verkaufen. Der Deal ging bekanntlich trotzdem durch: «Das Problem für den Kartoffelbauern war nicht der Preis», sagt der Minister. «Es gab drei Beteiligte, die den Grundbesitz von ihren Eltern geerbt haben, aber sie sprachen nicht miteinander. Zwei wollten verkaufen, einer nicht.»

Österreich und Dänemark als Konkurrenten?

Schneider habe dann kraft seines Amtes entschieden, dass der Staat zwei Drittel kaufen würde. «Das letzte Drittel hätten wir aufgrund eines Gesetzes bekommen können.» Dem Bauern dürfte der Druck schließlich zu groß geworden sein. Statt sich enteignen zu lassen, entschied er sich zu verkaufen. Nachdem die Grundstücksfrage geklärt sei, liege der Ball nun wieder bei Google, sagt Schneider. Über den Preis habe man sich ohnehin schon vor längerer Zeit geeinigt.

Ob sich der Internetgigant tatsächlich im Großherzogtum niederlässt, ist allerdings weiter fraglich. Offenbar ist auch Österreich im Rennen um einen neuen Daten-Standort. Für Stirnrunzeln in Luxemburg sorgt auch, dass sich Google im Juni für 65 Millionen Dollar ein 73 Hektar großes Grundstück in Dänemark zulegte. Laut FT sei aber noch nicht klar, ob darauf ein Rechenzentrum entstehen soll.


(jt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gromperbauer de Luxe am 25.09.2017 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Googelen méih wichteg wéih Gromperen!? Googelen méih wichteg wéih Sauerstoff?! Googlen méih wichteg wéih nahrhaften Buëdem!? ... si mir wirklech schon sou verblöd, dat mir net méih wessen, wat wichteg ass fir ze iwerliëwen?!...Déih ganz Uneegnung vun Land durch de Staat fir der Industrie an den A.... ze stiëchen fir ze verseuchen ass eng rieseg sauerei ...an dann sou domm schwätzen iwer déih Leit, déih enner Drock hiert Land hu missen ofgin ... dat ass wirklech en No-Go an eng ganz ällen wirtschaftspolitesch Farce!D'Gromper brengt méih Notzen, wéih e Politiker.Merci Gromper, dat et Dëch gëtt!

  • Drachenzwerg am 23.09.2017 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Menschen enner Drock setzen , as nogo ! An dann nach dohinner stellen goen , an dem Public nach soen , super ! An engem eppes ewwech huelen , wat engem mol net geheiert , dorober kann een Stolz sin , ajo hat jo vergiess et soll jo der Wirtschaft zugut kommen ne ! Tiptop !

  • nostradamus am 23.09.2017 07:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wann den mann et net freiwelleg gezwongen verkaaf hätt, wier en enteedegt gin. wat as dat dann fir epes

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gromperbauer de Luxe am 25.09.2017 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Googelen méih wichteg wéih Gromperen!? Googelen méih wichteg wéih Sauerstoff?! Googlen méih wichteg wéih nahrhaften Buëdem!? ... si mir wirklech schon sou verblöd, dat mir net méih wessen, wat wichteg ass fir ze iwerliëwen?!...Déih ganz Uneegnung vun Land durch de Staat fir der Industrie an den A.... ze stiëchen fir ze verseuchen ass eng rieseg sauerei ...an dann sou domm schwätzen iwer déih Leit, déih enner Drock hiert Land hu missen ofgin ... dat ass wirklech en No-Go an eng ganz ällen wirtschaftspolitesch Farce!D'Gromper brengt méih Notzen, wéih e Politiker.Merci Gromper, dat et Dëch gëtt!

  • Drachenzwerg am 23.09.2017 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Menschen enner Drock setzen , as nogo ! An dann nach dohinner stellen goen , an dem Public nach soen , super ! An engem eppes ewwech huelen , wat engem mol net geheiert , dorober kann een Stolz sin , ajo hat jo vergiess et soll jo der Wirtschaft zugut kommen ne ! Tiptop !

  • nostradamus am 23.09.2017 07:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wann den mann et net freiwelleg gezwongen verkaaf hätt, wier en enteedegt gin. wat as dat dann fir epes

    • Hannes am 24.09.2017 11:37 Report Diesen Beitrag melden

      allerhand an engem sogenannter Demokratie

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