In Luxemburg

27. April 2017 14:39; Akt: 27.04.2017 16:23 Print

Mit 160 km/h durch den Himmel über Junglinster

JUNGLINSTER – Fachleute beleuchteten am Donnerstag während der Veranstaltung «Drones for good and evil» die verschiedenen Einsatzgebiete der Drohne.

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Ob beim Thema Sicherheit, für Film- und Fotoaufnahmen oder zu militärischen Zwecken – Drohnen sind in den letzten Jahren zu einem wichtigen Werkzeug geworden. Anlässlich des Tages «Drones for good and evil» am Radiosender in Junglinster haben Fachleute am Donnerstag die Vor- und Nachteile der Fluggeräte diskutiert. Auf dem Gelände des Senders fand außerdem ein spektakuläres Drohnenrennen statt, an dem ein Dutzend Piloten des Vereins «FPV Racing Luxembourg» teilnahmen.

«Unsere Geräte steuern sich ein bisschen komplizierter, als handelsübliche Drohnen. Die Bedienung ist komplett manuell. Die On-Board-Kamera ist mit dem Headset verbunden, das wir vor den Augen haben», erklärt José Duarte. Die Konkurrenten befinden sich inmitten eines Videospiels, wenn sie ihre Maschinen bis zu 160 Kilometern pro Stunde durch den anspruchsvollen Kurs steuern. Es sind aber nicht nur die Rennen, die den Vereinsmitgliedern Freude bereiten – auch das Basteln an den Drohnen gehört zu ihrer Leidenschaft. «Wir kaufen die Einzelteile und setzen diese dann zusammen. Wenn eine Drohne mal abstürzt, wissen wir was wir ersetzen müssen. Das kommt aber nicht vor, weil jeder von uns weiß, welche Manöver er der Drohne zumuten kann», sagt der Pilot Geoffrey.

Anwendung in vielen Bereichen

Mittlerweile sind Drohnen nicht nur bei nationalen und internationalen Rennen angekommen, sondern auch in alltäglichen Leben. Auch öffentliche Dienste oder Unternehmen nutzen die Fluggeräte. Das ist auch bei Agroptimize der Fall, einem Start-Up-Unternehmen des Luxembourg Institute of Science and Technology und der Universität Lüttich in Belgien. «Die Drohne ist ein großartiges Werkzeug, da es uns einen Überblick über unsere Felder gibt», sagt Pascal Parache, Entwicklungsleiter der Agrarfirma. Drohnen ermöglichten es beispielsweise, unerwünschte Pflanzen wie Disteln aufzuspüren.

Eine Drohne deckt in Junglinster 250 Hektar pro Tag ab. Vor allem kleinere Bauernhöfe könnten durch den Einsatz von Drohnen viel Zeit sparen. «Bei größeren Betrieben stoßen die Drohnen jedoch an klimatische und rechtliche Grenzen», sagt Parache. Der regulatorische Aspekt der Drohnenfahrt ist bis heute nicht geklärt. Während es bereits Lizenzen gibt, um große Maschinen zu betreiben, wiesen die Redner auf die Gesetzgebung zwischen den Ländern hin, die in Europa noch nicht überall gleich ist.

(Jonathan Vaucher/L'essentiel)

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