Sensationsfund

30. Oktober 2017 11:53; Akt: 30.10.2017 13:15 Print

Luxemburger Fossil gilt als «einzigartig»

LUXEMBURG – Seit kurzem widmen sich Paläontologen der genaueren Untersuchung eines Fossils, das in den 1990ern in Sanem entdeckt wurde. Die Ergebnisse sind überraschend.

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Die Spezies wurde erst kürzlich für eingehendere Untersuchungen freigegeben. (Bild: Musée d'histoire naturelle Luxembourg)

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Die Entdeckung eines Plesiosaurier-Fossils geht auf die 1990er Jahre bei Ausgrabungen in Sanem zurück. Das räuberische Reptil verschwand zusammen mit den Dinosauriern vor Millionen von Jahren. Der Fund an sich war schon eine Sensation, da seit fast 200 Jahren nur einige wenige Skelette dieser Gattung im benachbarten Deutschland oder in England entdeckt worden waren.

In den letzten Tagen und fast 25 Jahre später ist das Fossil von Sanem nach Angaben des Musée national d'Histoire Naturelle (MNHN) zu einem «außergewöhnlichen Fund» geworden. Der wird seit einigen Monaten von luxemburgischen, französischen und deutschen Spezialisten für Meeresreptilien untersucht. «Das luxemburgische Exemplar wurde erst vor kurzem für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung gestellt», sagte ein Sprecher des Museums am Mittwoch in einer Stellungnahme. Und die ersten Erkenntnisse sind überraschend.

«Eine neue Spezies»

Es handelt sich um einen «fast vollständigen Plesiosaurus», der vor 185 Millionen Jahren im Großherzogtum und in der Grenzregion lebte. «Das Exemplar ist jahrelang in einem unbearbeitetem Rohzustand aufbewahrt worden, ohne dass jemand seine Einzigartigkeit und wissenschaftliche Bedeutung bemerkt hat», sagt Robert Weis, Paläontologe am MNHN.

Plesiosaurier haben einen breiten Körper, einen langen Hals und einen relativ kleinen Kopf. Seine vier Gliedmaßen verwandelten sich in Flossen. Nach den neuesten Erkenntnissen ist das luxemburgische Exemplar sogar «eine neue Art», genannt «Microcleidus melusinae». Das ist eine Hommage an das in Luxemburg bekannte mythologische Wesen «Melusina».

Eine Illustration von «Microcleidus melusinae». (Bild: Joschua Knüppe).

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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