In Luxemburg

16. April 2018 12:37; Akt: 16.04.2018 13:35 Print

Abstand zwischen Armen und Reichen wächst weiter

LUXEMBURG – Die Gehälter der Besserverdiener sind im Großherzogtum viel stärker angewachsen, als die der Geringverdiener.

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Laut Jean-Claude Reding, Präsident der Arbeitnehmerkammer, stecken immer mehr Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen. (Bild: Editpress/Sdidier)

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Einkommen, Kaufkraft, Zugang zur Gesundheitsversorgung: Die Ungleichheiten zwischen den Privathaushalten des Großherzogtums nehmen in vielen Bereichen zu. Das geht aus dem neuesten Sozialpanorama hervor, das die Arbeitnehmerkammer am Montag veröffentlichte. Während das durchschnittliche Haushaltseinkommen pro Jahr (39.416 Euro) im Vergleich zu anderen Ländern der Europäischen Union insgesamt hoch bleibt, profitierten jedoch nicht alle Haushalte in gleicher Art und Weise . Niedrige Löhne sind in den vergangenen fünfzehn Jahren um 36 Prozent gestiegen. Hohe Einkommen stiegen dagegen um 62 Prozent an.

Dies sei insbesondere darauf zurückzuführen, dass immer mehr Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen stecken. «In diesen Einkommensschichten sind Tarifverträge nicht üblich», erklärt Jean-Claude Reding, Präsident der Arbeitnehmerkammer. Darüber hinaus ist die Kaufkraft der Besserverdiener (+5,9 Prozent) seit dem Jahr 2010 viel stärker angestiegen, als die der Niedrigverdiener (+0,8 Prozent). Noch beunruhigender ist, dass von 2015 auf 2016 die Zahl der Menschen, die von Armut bedroht sind, um fast acht Prozent gewachsen ist. Insgesamt waren 16,5 Prozent der Haushalte davon betroffen – Alleinerziehende am stärksten (46 Prozent). «Das ist angesichts des Reichtums des Landes nicht tragbar», erklärt Reding, der sich für eine Erhöhung des Mindestlohns stark macht.

Besonders viele Haushalte geraten durch die hohen Wohnkosten in Luxemburg in finanzielle Nöte. Fast ein Drittel aller Haushalte gab an, dass die «kämpfen müssen um über die Runden zu kommen». 4,8 Prozent der Einwohner fühlen sich schlecht versorgt. Das sind 13 Prozent mehr als im Jahr 2011.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Huiii am 16.04.2018 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Den Artikel ass schon iwert eng Stonn online, an nach keen eenzege Kommentar iwert d'Staatsbeamten?! Wat ass lass?

  • irgendeen am 16.04.2018 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An an China fällt en Saack Reis em. Wee wonnert daat? Och hei zu letzebuerg kreien dei Reich Steier gesetzer geschriwen dei se favoriseieren an dono vun den Politiker een geblosen. Dei Arm an duerschschnetts Populatioun interesseiert den Politiker guer net, egal waat se behaapten well se vun eis keng Jobs no der Politescher Karrière erwaarden kennen oder hei an do mol en Cadeau

  • Lux am 16.04.2018 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et get baal keng Staatsbeamten mei.....lues a lues ofgeschaft. Soss kennen se dEU Beamten net mei bezuelen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • irgendeen am 16.04.2018 18:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An an China fällt en Saack Reis em. Wee wonnert daat? Och hei zu letzebuerg kreien dei Reich Steier gesetzer geschriwen dei se favoriseieren an dono vun den Politiker een geblosen. Dei Arm an duerschschnetts Populatioun interesseiert den Politiker guer net, egal waat se behaapten well se vun eis keng Jobs no der Politescher Karrière erwaarden kennen oder hei an do mol en Cadeau

  • Lux am 16.04.2018 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et get baal keng Staatsbeamten mei.....lues a lues ofgeschaft. Soss kennen se dEU Beamten net mei bezuelen.

  • Huiii am 16.04.2018 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    Den Artikel ass schon iwert eng Stonn online, an nach keen eenzege Kommentar iwert d'Staatsbeamten?! Wat ass lass?