In Luxemburg

20. September 2016 10:56; Akt: 20.09.2016 11:06 Print

Arbeitnehmer gingen 2015 öfter in den Krankenstand

LUXEMBURG - Die Unternehmen mussten im Vorjahr wieder etwas mehr personelle Ausfälle hinnehmen. Besonders betroffen sind der Gesundheitssektor – und Grenzgänger.

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Frauen sind eher von Krankenständen betroffen als Männer.

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Arbeitskräfte in Luxemburg haben 2015 im Schnitt 3,69 von 100 Arbeitstagen im Krankenstand verbracht. Dies ist etwas mehr als 2014, als die CNS nur 3,64 Krankenstandstage gezählt hatte. Die Krankenkasse führt das auf die Grippewelle im letzten Jahr zurück. Die leichte Erhöhung ist vor allem auf mehr Kurzzeit-Krankenstände von weniger als drei Wochen zurückzuführen.

Im Schnitt waren 54 Prozent aller Arbeitnehmer in Luxemburg im Vorjahr mindestens einmal krank. Und es gibt branchenspezifische Unterschiede: Im Gesundheitswesen lag der Anteil bei 69 Prozent, in der Finanzindustrie bei 62 Prozent und 40 Prozent in der Verwaltung.

Grenzgänger häufiger im Krankenstand

Wenig überraschend waren die für die Gesundheitsprobleme anfälligere Generation 50+ am meisten von Krankenständen betroffen (4,82 Prozent). Zum Vergleich: Die unter 30-Jährigen wiesen eine Abwesenheitsquote von 2,9 Prozent auf. Frauen sind ebenfalls öfter betroffen (4,1 Prozent) wie Männer (3,4 Prozent). Ein Unterschied, der sich durch die physiologischen Unterschiede, aber vor allem durch die stärkere Beteiligung der Frauen am Familienleben und Betreuung der Kinder erklären lässt.

Die Grenzgänger sind ebenfalls mehr betroffen (vier Prozent) wie die Anwohner (3,5 Prozent). Das liegt an den längeren Fahrstrecken und den Staus auf den Pendlerstrecken, welche Müdigkeit und Stress auslösen. Zudem gibt es länderbedingte Unterschiede bei der Dauer der Krankenscheine.

Die durchschnittliche Abwesenheit dauert 8,5 Tage, erneut mit Unterschieden zwischen den einzelnen Bereichen: Die Spanne reicht von 4,8 Tagen in den Branchen Finanz und Versicherung bis zu 13 Tagen im Hotel- und Restaurantsektor. Infektiöse und parasitäre Erkrankungen sind der Hauptgrund für kurze Abwesenheiten: 31,4 Prozent. Psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen (hauptsächlich Depressionen) verursachten 24 Prozent der langfristigen Krankheiten.

(MC/L'essentiel)

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