Bildung

16. März 2018 15:43; Akt: 16.03.2018 16:23 Print

Luxemburg nur noch alle sechs Jahre bei Pisa-​​Studie

LUXEMBURG – Das luxemburgische Bildungsministerium hat beschlossen, die Schüler des Landes nur noch an jeder zweiten Pisa-Studien teilnehmen zu lassen.

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Alle drei Jahre konzentriert sich isa auf einen der drei Kompetenzbereiche: Naturwissenschaften, Mathematik und Leseverständnis. (Bild: DPA)

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Die Pisa-Studie, die die schulischen Fähigkeiten der 15-Jährigen in über 70 Ländern bewertet, vermittelt – wie auch bei der letzten Erhebung – nur selten ein positives Bild der Bildung im Großherzogtum. Im Jahr 2016 lagen die Ergebnisse der luxemburgischen Schüler unter dem Durchschnitt. Bildungsminister Claude Meisch verteidigt das Ergebnis: «Wir können nicht wirklich von einem internationalen Vergleich sprechen», teilte er in einer parlamentarischen Antwort, die am Freitag veröffentlicht wurde.

«Die Position Luxemburgs ist schwer zu interpretieren, weil es eines der wenigen Länder ist, das seine Schüler in einer Sprache getestet hat, die nicht ihre Muttersprache ist. Außerdem ist es das einzige Land, in dem mehr als die Hälfte der 15-jährigen Schüler einen Migrationshintergrund haben und das einzige, das seine Schüler von Beginn ihrer Schulzeit an mit einer besonders anspruchsvollen Dreisprachigkeit konfrontiert», fährt er fort. Darüber hinaus ist der Minister der Ansicht, dass die Zeiträume von drei Jahren zwischen den Tests zu kurz sind, um die Entwicklung der Leistungsfähigkeit eines Schulsystems angemessen beurteilen zu können. Er wies auch darauf hin, dass er die Mehrsprachigkeit als Pisa-Indikator einbeziehen wolle. Dies sei allerdings nicht der Fall, weil das Interesse der anderen teilnehmenden Länder fehlte.

In diesem Zusammenhang und «nach internen Diskussionen mit der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; Anm. der Redaktion)» beschloss Meisch, dass Luxemburg «nur alle zwei Zyklen an der PISA-Studie», das heißt alle sechs Jahre, teilnimmt. Bei der nächsten Erhebung, zwischen dem 17. April und dem 18. Mai 2018, ist Luxemburg noch dabei. Danach teilt das Land es seine Teilnahmen auf. Die Luxemburger Schüler werden 2024 in Naturwissenschaften, 2030 in Mathematik und 2036 in Leseverständnis getestet.

(jd/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ycc am 17.03.2018 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soulaang bei der Korrektur d’Länner sëch sëlwer verbesseren, soulaang ass di do Geschicht nët objectiv. Mir als Lëtzebuerger sinn jo am Schoulmeeschter spillen exemplarësch a kréien dofier ni e gudde Ranking. Daat waat hei an de Schoulen erauskënnt ass exemplarësch gutt an duerch sou verfälschten Resultater mëttelméissëg agestuft.

  • Arm am 16.03.2018 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir sollten überhaupt an keiner Pisa Studie teilnehmen oder nur alle 20 Jahre auch wenn wir drei sprechen lernen können wir sowieso die drei nicht richtig schreiben oder sprechen

  • Dusninja am 16.03.2018 21:17 Report Diesen Beitrag melden

    So geht Mehrsprachigkeit: https://https://https://https://So geht Mehrsprachigkeit in Luxemburg: https://police.public.lu/de.html usw Den Rest wie secu, die nicht mal einen Sprachplatzhalter haben, spare ich mir.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ycc am 17.03.2018 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soulaang bei der Korrektur d’Länner sëch sëlwer verbesseren, soulaang ass di do Geschicht nët objectiv. Mir als Lëtzebuerger sinn jo am Schoulmeeschter spillen exemplarësch a kréien dofier ni e gudde Ranking. Daat waat hei an de Schoulen erauskënnt ass exemplarësch gutt an duerch sou verfälschten Resultater mëttelméissëg agestuft.

  • Arm am 16.03.2018 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir sollten überhaupt an keiner Pisa Studie teilnehmen oder nur alle 20 Jahre auch wenn wir drei sprechen lernen können wir sowieso die drei nicht richtig schreiben oder sprechen

  • Dusninja am 16.03.2018 21:17 Report Diesen Beitrag melden

    So geht Mehrsprachigkeit: https://https://https://https://So geht Mehrsprachigkeit in Luxemburg: https://police.public.lu/de.html usw Den Rest wie secu, die nicht mal einen Sprachplatzhalter haben, spare ich mir.

  • Dusninja am 16.03.2018 21:08 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann, kann der Frankophonieminister in 2019 ruhig mitmachen. Bis dahin hat er es bestimmt geschafft die Mehrsprachigkeit abzuschaffen. In der Stadt gibt es ja nur noch eine Sprache und in der Schule ist er ja auch dabei, im Namen der Mehrsprachigkeit die Einsprachigkeit einzuführen. Man fragt sich nur wieso das vor dieser Rwgierung nie ein Problem war. Und vor allem die Begründung scheint mir mehr als vorgeschoben. Andere Länder DIE REELL WIRKLICH MEHRSPRACHIG sind haben, da keine PB mit: einafch mal Mehrsprachigk dort geniessen.