In Luxemburg

17. Juli 2017 15:31; Akt: 17.07.2017 16:25 Print

Venezolaner machen auch in Luxemburg mobil

LUXEMBURG/VENEZUELA – Die venezolanische Gemeinde im Großherzogtum will die Wahlen in ihrem Heimatland vorziehen, um die Verfassungsreform des Präsidenten zu umgehen.

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Nach Angaben des Statistikinstitutes Statec leben 84 Venezolaner in Luxemburg. (Bild: Maria Fernanda Rangel)

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«Gestern war ein historischer Tag für eine der größten zivilen Rebellionen der Welt», ruft Maria Fernanda Rangel, eine Venezolanerin, die zwei Jahre lang im Großherzogtum gelebt hat. Am Sonntag koordinierte sie die inoffizielle Abstimmung gegen die Pläne Nicolas Maduros ihrer in Luxemburg und der Großregion lebenden Landsleute. Wie sieben Millionen weitere Venezolaner fürchtet sie eine Machtausweitung des Präsidenten.

Durch den Widerstand erhoffen sich die Venezolaner, die sich gegen die Politik des sozialistischen Staatspräsidenten stellen, vorgezogene Wahlen und damit die geplante Verfassungsreform Maduros umgehen zu können. «Durch das weltweite Oppositionsbündnis und unser Votum verschaffen wir uns Gehör. Wir wollen keine Diktatur und brauchen Hilfe der internationalen Gemeinschaft», erklärt Rangel auf Nachfrage von L'essentiel.

«Die Blicke sind auf uns gerichtet»

«In Luxemburg wissen nur wenige von der Situation in Venezuela. Aber dank dieser unglaublichen Mobilisierung werden wir auch von den Menschen hier mehr Unterstützung bekommen. Die Blicke sind jetzt auf uns gerichtet», so die dreifache Mutter weiter. Ein Büro in Hollerich wurde am Sonntag kurzerhand in ein Wahlbüro umgewandelt. 166 Menschen gaben dort ihre Stimme ab – doppelt so viele, wie sich Rangel erhofft hatte.

«Das zeigt, dass wir eine Veränderung herbeiführen können. Wenn sich das Land positiv entwickelt, können wir nach Venezuela zurückkehren. In den vergangenen Jahren hatte sich der südamerikanische Staat immer mehr isoliert. «Wenn eine neue Regierung an die Macht kommt, müssen wir das Land wieder aufbauen», sagt Rangel.

(jd/L'essentiel)

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