Rechnungshof kritisiert

20. Oktober 2015 11:30; Akt: 20.10.2015 11:50 Print

382.333 Euro pro Tag für Fortbildung auf Martinique

LUXEMBURG – Die EU gibt zu viel Geld für die Ausbildung im Landwirtschaftssektor aus. Zu diesem Schluss kommt der EU-Rechnungshof auf dem Kirchberg.

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Eine von der EU geförderte Fortbildung fand auf Martinique statt. Für 382.333 Euro. (Bild: DPA)

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«Trotz der Millionen von Euro und organisierten Ausbildungstage wissen weder die EU-Kommission noch die Mitgliedsstaaten welche Auswirkungen die Maßnahmen haben und welche am besten dazu geeignet sind, die gesetzten Ziele zu erreichen.» Dieses harte Urteil fällt der auf dem Kirchberg ansässige EU-Rechnungshof in seinem Prüfbericht über die Aus- und Fortbildungsprogramme im landwirtschaftlichen Sektor. Schon der Titel ist stramm formuliert: «Ländliche Bildungsprogramme sind schlecht geführt und zu teuer.»

So habe etwa ein Fortbildungstag auf der französischen Insel Martinique schlappe 382.333 Euro gekostet, monieren die Prüfer. Ähnlich teure Veranstaltungen habe es in Schweden, Spanien, Polen und Großbritannien gegeben. Allein auf diese fünf Staaten entfallen demnach 65 Prozent der Kosten des Ausbildungsprogrammes. «Einige der geförderten Ausbildungen kosten das Zehnfache solcher, die bereits bestehen.»

Zwischen 2007 bis 2013 betrug das Budget des Programms 2,2 Milliarden Euro. Bis 2020 sind es gar 4 Milliarden. Der Rechnungshof beschuldigt Mitgliedstaaten und Kommission, die Programme nicht zur Genüge zu kontrollieren.

(pat/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick Mores am 20.10.2015 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Das sind die Herren und Damen aus Brüssel; so wird unser Geld verschleudert, keine Tva bezahlen. Auf kosten des Volkes Urlaub machen

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  • Patrick Mores am 20.10.2015 14:30 Report Diesen Beitrag melden

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