In Luxemburg

28. Februar 2020 10:29; Akt: 28.02.2020 14:56 Print

50 Quadratmeter kosten 15 Jahresgehälter

LUXEMBURG – Die Idea Foundation blickt auf die Entwicklungen der letzten zehn Jahre am Wohnungsmarkt zurück. Das Zeugnis, das sie ausstellt, fällt nicht gut aus.

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Im zurückliegenden Jahrzehnt sind die Immobilienpreise in Luxemburg explodiert. (Bild: DPA)

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Neben der Mobilität genießt das Thema Wohnungsknappheit im Großherzogtum seit etwa einem Jahrzehnt die «oberste Priorität» der Regierung. Zum Positiven geändert habe sich in dieser Zeit aber herzlich wenig, findet die Idea Foundation, der Think Tank der Luxemburger Handelskammer, in einer ihren jüngsten Publikationen fest.

Schon 2010 habe die nationale Statistikbehörde Statec im Rahmen ihrer Veröffentlichungen Alarm geschlagen. Denn schon damals konnte die Zahl der fertiggestellten Neubauten nicht mit der rasant steigenden Nachfrage Schritt halten.

Eigentumsquote bleibt stabil

Zehn Jahre später, also 2020, ist die Lage nach Ansicht der Idea Foundation noch immer dieselbe: Der Bau hinkt der Nachfrage noch immer deutlich hinterher. Wenn sich etwas geändert habe, dann die Immobilienpreise – und zwar zum Negativen. Zwischen 2010 und 2019 sind sie um 56 Prozent gestiegen. Das Durchschnittseinkommen stieg im selben Zeitraum aber nur um 35 Prozent.

Um dieses Missverhältnis zu veranschaulichen, zieht die Stiftung einen Vergleich heran: «Im Jahr 2010 kostete eine 50 Quadratmeter-Wohnung in Luxemburg jemanden, der den Mindestlohn bezieht, etwa elf Jahresgehälter. 2019 musste dieselbe Person für dieselbe Wohnung 14,5 Jahre arbeiten. Die Eigentumsquote sei im zurückliegenden Jahrzehnt stabil bei 70 Prozent geblieben – dank der Niedrigzinsen der vergangenen Jahre und der öffentlichen Ausgaben, die den Immobilienkauf attraktiv machen.

(sw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cecile am 28.02.2020 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Antrag auf Namensänderung unseres Landes:"Luxusburg" trifft den Nagel auf den Kopf. Land der Grossverdiener und steuerflüchtigen Investoren. Normalverdiener bitte draussen bleiben.

  • jimbo am 28.02.2020 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    80qm Appart mat engem Schlofzëmmer kascht 500.000€... Ween kan sech dat dann leeschten? Do muss en 30Joer 1800€ de Mount blechen.

  • Nico am 28.02.2020 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    majo daat fällt hinnen jo früh op. zenter 20 Joer ass et baal net méiglech. et ass eng frechheet. ech wenschen mer dass den immobilienmarché komplett zesummenbrecht. an all investor op sengem Schäiss setze bleiwt. daat geif mech glecklech maachen. déi fiktif präisser sin e schlaag an d'gesiit vun all normal verdengendem mensch hei am Land. An komm mir elo keen deen seng Buud geierft huet dass d'präisser gerechtfäerdegt sin. bullshit. dir hutt all de Schoss verpasst, blann vum ville Geld waat iech an den Ar...h gestach get.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean Schmidt am 28.02.2020 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider as et déi traureg Realitéit. Den domme Kommentar vun der Regierung, dass de Letzebuerger jo an Grenzregioun kann wunnen goën, wann en et sech hei net méi leeschten kann, seet méi wéi Dausend Biller. Mir sin awer all selwer Schold drun. Zum engen hun mir déi Päifen gewielt, déi dach Volleksveftrieder sin. An waat sollen déi maachen? Vollek vetrieden. Sie vetrieden awer net Vollek, mee Industrie an Patronat! An zum aneren, mir loossen ons jo alles gefaalen. Egal bei waat fir enger Zeitung liest en nemmen nach, zu Recht, negativ Kritik iwwert Entscheedungen vun deenen, déi eppes fir, an net géingt, Vollek sollen maachen. An Frankräich wieren se schon längst ob de Barrikaden. Weivill brauch et dann nach bis de Letzebuerger zur Vernunft kennt an deenen do Handwierk leet? Et get Zäit dass eppes fir Emwelt gemaach gett, awer an deems Leit motivéiert, an net pénaliséiert gin. CSV huet längst net alles richteg gemaach, mee Gambia kennt nach just Repressalien Politik. Keen Haus, keen Auto, keen Prêt, keen Schouloofschloss an keng Identitéit méi. Pfui!

  • sputnik am 28.02.2020 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Esch/ belval Wohnung 42 qm 386000€ Da glaubt doch die gute Spekulantin aus Portugal sich ne goldene Nase zu verdienen! Realer Preis 4500€) das qm ergibt 189000€ Wie dumm muss der Mensch sein in sowas zu investieren?? Aber wie gesagt “ jeden Morgen steht ein ein idiot auf “.

  • jimbo am 28.02.2020 14:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    80qm Appart mat engem Schlofzëmmer kascht 500.000€... Ween kan sech dat dann leeschten? Do muss en 30Joer 1800€ de Mount blechen.

  • Cecile am 28.02.2020 12:52 Report Diesen Beitrag melden

    Antrag auf Namensänderung unseres Landes:"Luxusburg" trifft den Nagel auf den Kopf. Land der Grossverdiener und steuerflüchtigen Investoren. Normalverdiener bitte draussen bleiben.

  • mr t am 28.02.2020 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    höchste Prioriteit my a**. wenn man mehr als 16000 netto als premier verdient hat man andere Sorgen. bin dafür das die Spitzenpolitiker nur noch den Mindestlohn bekommen, dann sollen sie mir zeigen welche Wohnung sie finden, vlt sehen sie dann dass es ne frecheit ist es mindestlohn zu nennen wenn man nicht mal wohnen kann. hört endlich auf DP und CSV zu wählen die sind doch verantwortlich für die Situation.