Kurzarbeit

06. April 2020 12:12; Akt: 06.04.2020 13:41 Print

7000 Anträge auf Kurzarbeit müssen neu gestellt werden

LUXEMBURG - Durch die Corona-Pandemie ist die Kurzarbeit im Großherzogtum enorm angestiegen. Doch 7000 der 13.000 gestellten Anträge sind unvollständig oder fehlerhaft.

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Rues désertes, restaurants et boutiques fermés... Les temps sont durs pour les entreprises. (Bild: L'essentiel/Sara Lima)

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Viele luxemburgische Unternehmen haben Probleme mit dem Antrag auf Kurzarbeit. Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage der CSV-Abgeordneten Marc Spautz und Marc Lies an Dan Kersch, den Minister für Arbeit und Beschäftigung hervor. Demnach wurden Unternehmen, die einen Antrag auf Kurzarbeit eingereicht haben, aufgefordert, diesen erneut über «das neue Online-Formular auf MyGuichet.lu» zu stellen.

Für die Abgeordneten Spautz und Lies ist dies gleichbedeutend mit einem neuen Antrag. Viele Arbeitgeber befänden sich jedoch «in einer prekären Cashflow-Situation», wenn sie ihre Mitarbeiter bezahlen müssen. Für sie sei es «eine beträchtliche Zeitverschwendung, die sich nachteilig auf die Zukunft ihres Unternehmens auswirken kann», wenn sie den Antrag mit einem neuen Formular erneut stellen müssten.

«Daten fehlen oder sind falsch»

Auf Anfrage von L'essentiel gab es «vor der Krise ein Kurzarbeitsverfahren, das etwa 25 Unternehmen pro Monat betraf», heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme von Adem. Der Antrag musste bis zum 12. des der Arbeitslosigkeit vorausgehenden Monats eingereicht werden (z.B. am 12. Februar für den März), und es mussten bestimmte Bedingungen erfüllt werden, wie etwa der Nachweis, dass Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden. Durch die Coronavirus-Krise mussten viele Geschäfte schließen, und die Tätigkeit vieler Unternehmen wurde stark eingeschränkt.

«Wir waren uns der zahlreichen Anfragen bewusst und wollten ein einfaches Online-System einrichten, damit sich jeder zurecht findet», erklärt Adem weiter. Aber zu Beginn der Krise sei nicht vorhersehbar gewesen, wann das neue automatisierte Verfahren umgesetzt werden würde. Daher «haben wir den Unternehmen erlaubt, den Antrag zur Kurzarbeit mit dem alten Formular oder per E-Mail zu stellen». Und dann kam eine riesige Welle. Von etwa 25 Anträgen auf Kurzarbeit pro Monat sei die Zahl auf 13.000 angestiegen. «Leider konnten 7.000 Anträge nicht in das System eingegeben werden, weil Daten entweder fehlten oder falsch waren. Daraufhin wurden diese Unternehmen aufgefordert, das neue automatisierte Verfahren zu durchlaufen.»

(L'essentiel/jw)

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