Coronavirus in Luxemburg

28. Mai 2020 13:41; Akt: 28.05.2020 13:42 Print

«85 Prozent der Grenzgänger holen ihre Masken ab»

LUXEMBURG – Für die Armee endet am Sonntag die größte Mission, die sie jemals auf luxemburgischen Boden durchgeführt hat. Ein Offizier zieht schon jetzt Bilanz.

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Ein Soldat verteilt Schutzmasken an die Grenzgänger. (Bild: L'essentiel)

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«Das ist die größte Mission, die jemals von der Armee auf luxemburgischem Territorium durchgeführt wurde», sagt Max Goeres, Logistik-Offizier bei der Lëtzebuerger Arméi. Zehn Millionen Masken sollte die Armee bis Sonntag an zwölf Standorten an Grenzgänger verteilen – ein logistischer Kraftakt. «Normalerweise werden wir hauptsächlich zur Unterstützung bei Naturkatastrophen benötigt. Diese Einsätze dauern ein paar Tage, höchstens ein paar Wochen», sagt Goeres.

Die Corona-Krise sei außergewöhnliches Ereignis und eine große Herausforderung für die luxemburgische Armee: «Am schwierigsten war es, die verschiedenen Standorte im ganzen Land parallel zu koordinieren. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und der Post hat aber wunderbar funktioniert. Alles ist reibungslos verlaufen», so der Offizier weiter.

« Wir haben immer ein Auge auf der Entwicklung im Land »

Mehr als 200 Personen wurden mobilisiert, um die Schachteln mit 50 Masken an die Grenzgänger zu verteilen. 70 Prozent haben ihren Atemschutz bereits abgeholt. Die Verteilung endet nach drei Wochen am kommenden Sonntag an den beiden noch verbleibenden Standorten in Esch-Belval und am Findel. «Jeden Tag kommen noch immer zwischen 1000 und 2000 Personen. Insgesamt ist der Betrieb aber schon zurückgegangen. 80 bis 85 Prozent der Grenzgänger werden bis Sonntag ihre Masken wieder haben», schätzt der Soldat.

Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass ein nicht unerheblicher Teil der Arbeitnehmer aus Frankreich, Belgien und Deutschland noch immer von zuhause aus arbeitet und schon seit Wochen nicht mehr nach Luxemburg gekommen ist. «Wir haben ein sehr positives Feedback für unsere Arbeit erhalten. Die Menschen begrüßen die Initiative der Regierung und schätzen auch die schnelle und unkomplizierte Art der Verteilung», sagt Goeres. Um die Masken zu bekommen mussten die Grenzgänger lediglich den Brief von der Regierung vorlegen.

Die Armee will nun wieder zu ihrer normalen Tätigkeit zurückkehren. Allerdings auch «immer ein Auge auf die Entwicklung der Pandemie haben, um gegebenenfalls wieder schnell eingreifen zu können», wie Goeres sagt.

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(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Grenzgänger am 29.05.2020 02:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ich HABE meine Masken. Aber eine immens hohe Ausfallquote, wo sich sofort beim ersten Versuch ein Gummiband löst. Und nein, ich bin nicht zu blöd. Ausserdem steht eine Warnung darauf, die Masken nach Ablauf des Verfallsdatums (3 Jahre) nicht mehr zu nutzen. Meine Masken wurden 2015 produziert.... Finde ich immer noch eine sehr nette Geste von Luxemburg, aber dennoch ein wenig peinlich.

  • Jerry am 29.05.2020 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ajo Asou, dann mellt Iech mol bei Hinnen. Wetten dass Dir d’Musterung mol net packt obwuehl se dauernd eroof geschrauwt get. Et as net vir näischt dass äer Arméi munchmol den Internationalen Wettkampf ‘Active Weasel’ gewennt!!! E bessien méi Respect vir Zaldoten w.e.g!

  • Meg am 29.05.2020 07:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe auch noch keinen Brief erhalten...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jerry am 29.05.2020 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ajo Asou, dann mellt Iech mol bei Hinnen. Wetten dass Dir d’Musterung mol net packt obwuehl se dauernd eroof geschrauwt get. Et as net vir näischt dass äer Arméi munchmol den Internationalen Wettkampf ‘Active Weasel’ gewennt!!! E bessien méi Respect vir Zaldoten w.e.g!

  • Meg am 29.05.2020 07:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe auch noch keinen Brief erhalten...

  • Grenzgänger am 29.05.2020 02:26 Report Diesen Beitrag melden

    Ich HABE meine Masken. Aber eine immens hohe Ausfallquote, wo sich sofort beim ersten Versuch ein Gummiband löst. Und nein, ich bin nicht zu blöd. Ausserdem steht eine Warnung darauf, die Masken nach Ablauf des Verfallsdatums (3 Jahre) nicht mehr zu nutzen. Meine Masken wurden 2015 produziert.... Finde ich immer noch eine sehr nette Geste von Luxemburg, aber dennoch ein wenig peinlich.

  • ajo am 28.05.2020 14:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    freck , wat hun dei geschafft , lëtzeboier arméi dat sin kleng scouten......mee keng arméi

  • G.Grenzg. am 28.05.2020 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe leider keinen Brief, und somit auch keine Masken, erhalten.

    • svendorca am 28.05.2020 17:37 Report Diesen Beitrag melden

      majo,.da wunnst du am Ausland?..nach sin Grenzen ömmer gezechent, oder?

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