Umwelt
01. August 2018 10:52; Akt: 01.08.2018 10:57 Print
Asiatische Buschmücke in Luxemburg entdeckt
STOLZEMBURG – Eine Population der Moskito-Art Aedes japonicus wurde auf einem Privatgrundstück im Ourtal im Nordosten des Landes gesichtet.

Die asiatische Buschmücke ist in Luxemburg aufgetaucht.
Das Gesundheitsministerium wurde am Montag über die Anwesenheit der asiatischen Buschmücke Aedes japonicus, die oft auch Japanischer Buschmoskito genannt wird, auf einem Privatgrundstück in Stolzembourg (Gemeinde Putscheid) an der Grenze zu Deutschland informiert. Dies ist das erste Mal, dass diese Mückenart im Großherzogtum entdeckt wird. Das Nationalmuseum für Naturkunde (MNHN) bestätigte dies nach der genetischen Analyse einiger Exemplare.
Bildstrecken So verderben Ihnen Mücken nicht den Sommer Dunkelbraun und ziemlich großDie Aedes japonicus ist eine ziemlich große, dunkelbraune Mücke (10-12 mm) mit weißen Flecken an den Beinen und am Bauch, sowie fünf goldenen Längsstreifen am Brustkorb. Sie kann Krankheitserreger wie den West-Nil-Virus übertragen.
Bis heute ist sie die einzige exotische Mücke, die auf luxemburgischem Gebiet entdeckt wurde. In anderen europäischen Ländern wie zum Beispiel Belgien (Provinz Namur), Deutschland (Nordrhein-Westfalen, Hessen), sowie Frankreich (Bas-Rhin, Haut-Rhin und in den Vogesen) wurde sie bereits registriert.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums handelt es sich um einen isolierten Bestand. «Die asiatische Buschmücke bewegt sich wenig und entfernt sich für gewöhnlich nicht mehr als ein paar Dutzend Meter von ihrem Geburtsort», sagte das Ministerium in einer Presseerklärung. Die deutschen Behörden wurden ebenfalls über den asiatischen Einwanderer informiert.
Geringes Gesundheitsrisiko
Die luxemburgischen Behörden werden nun – mit Unterstützung eines Schweizer Experten – die Situation vor Ort beurteilen, bevor ein Präventionsplan entwickelt wird. Auch das Personal wird entsprechend geschult, so das Ministerium.
Die Ausrottung des Eindringlings erfolgt durch die Beseitigung potenzieller Lebensräume, jedoch ohne den Einsatz von Insektiziden: «Larvenfallen sind am effektivsten, aber es können auch Fallen für ausgewachsenen Tiere verwendet werden, wie zum Beispiel Fallen für die Weibchen mit Wasser-/Blattinfusion oder CO₂-Fallen».
Die in Stolzemburg gefundene asiatische Buschmücke stellt grundsätzlich nur ein geringes Gesundheitsrisiko dar und ist im Allgemeinen kein Träger von Viren, die die Gesundheit von Mensch und Tier gefährden. Sie sticht vor allem tagsüber in Gärten oder Waldgebieten. Zur Vorbeugung ist es ratsam, lange und möglichst weite Kleidung zu tragen und bei Bedarf Insektenschutzmittel aufzutragen.
(pp/L'essentiel)
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