Erdrutsch in Monnerich

18. März 2014 15:04; Akt: 18.03.2014 22:33 Print

Auf eingestürzter Halde lagert radioaktiver Müll

LUXEMBURG - Nach dem spektakulären Erdrutsch auf einer Schutthalde bei Monnerich steht nun fest, das dort auch 11'000 Tonnen natürlich radioaktive Schlacke lagerte.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema

Mehrere tausend Tonnen Schutt sind bei dem Erdrutsch bei Monnerich in Bewegung geraten. Die Hintergründe sind weiterhin unklar. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen. Auch ein krimineller Hintergrund wird nicht ausgeschlossen, wie die beiden Ministerinnen für Umwelt und Gesundheit, Carole Dieschbourg (déi gréng) und Lydia Mutsch (LSAP) am Dienstagnachmittag bei einem Ortstermin bestätigten.

«Seit dem Abrutschen wird das Gelände rund um die Uhr überwacht», erklärte Dieschbourg. Demnach wurden die Vorschriften für die Bauschutthalde eingehalten und alle vorgeschriebenen Kontrollen durchgeführt. Trotzdem bedeutet der Erdrutsch für die Ministerin «ein Alarmsignal». Neue Halden müssen her. Gespräche mit den Gemeinden Strassen und Sassenheim über die Eröffnung einer neuen Ablagerungsstätte für Bauschutt sollen im Mai stattfinden.

Schlacke strahlt Radioaktivität aus

Doch der Erdrutsch interessiert auch Gesundheitsministerin Lydia Mutsch. Denn es bestätigt sich, was bereits vermutete worden war. Auf der Halde lagert auch Schlacke, die natürliche Radioaktivität ausstrahlt. 11‘000 Kubikmeter dieses Produkts aus der Erzverhüttung wurden in den 1990-er Jahren in der Halde vergraben. «Wir haben regelmäßig Kontrollen durchgeführt, auch nach dem Erdrutsch. Die Radioaktivität des Geländes ist nicht angestiegen», versichert die Ministerin.

Zwei Szenarien sind nun möglich, «sie müssen aber nicht eintreten», so Mutsch: So könnte die Schlacke, die «zwischen zwei und drei Metern – an einigen Stellen bis zu zehn Meter - tief vergraben ist», an die Oberfläche gelangen. Anwohner könnten dann radioaktiven Staub einatmen. Möglich ist ebenfalls, dass die radioaktiven Elemente über Regenwasser bis ins Grundwasser gelangen. Die Regierung lässt nun auf der Halde eine Überwachungsstation einrichten. Proben werden täglich entnommen. Die Aufnahmen einer Drohne der Feuerwehr Monnerich zeigt das Ausmaß des Erdrutsches:

(L'essentiel mit Patrick Théry)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dimdidum am 18.03.2014 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo, dass dort radioaktives Material gelagert wird, ist seit 1995 bekannt......also nix neues. Wenn dies eine neue Info wäre würden andere Luxemburger Tageszeitungen ebenfalls so titeln wie Esssentiel. Aber leider kennt Essentiel das Land nicht so gut. Nicht schlimm,,,mit der Zeit lernt man hinzu. LG Dimdidum.

  • El Pais am 17.07.2018 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Virwaat mussen dei drecksdeponien emmer hei nidden am Minett gebaut gin. Putain gidd dach mol an Eisleck do as nach mega vill Plaatz wou der är Deponien kënnt opriichten.

  • Radio am 18.03.2014 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Natürlich radioaktive Schlacke. Da bin ich aber beruhigt, wenn es "Natürlich" ist. Bio radioaktive Schlacke also, klingt gesund.

Die neusten Leser-Kommentare

  • El Pais am 17.07.2018 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Virwaat mussen dei drecksdeponien emmer hei nidden am Minett gebaut gin. Putain gidd dach mol an Eisleck do as nach mega vill Plaatz wou der är Deponien kënnt opriichten.

  • dimdidum am 18.03.2014 18:38 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo, dass dort radioaktives Material gelagert wird, ist seit 1995 bekannt......also nix neues. Wenn dies eine neue Info wäre würden andere Luxemburger Tageszeitungen ebenfalls so titeln wie Esssentiel. Aber leider kennt Essentiel das Land nicht so gut. Nicht schlimm,,,mit der Zeit lernt man hinzu. LG Dimdidum.

  • Radio am 18.03.2014 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Natürlich radioaktive Schlacke. Da bin ich aber beruhigt, wenn es "Natürlich" ist. Bio radioaktive Schlacke also, klingt gesund.