Üble Masche

24. Oktober 2016 15:48; Akt: 26.10.2016 12:08 Print

Betrüger sucht sich seine Opfer jetzt in Luxemburg

LUXEMBURG - Seit Monaten zockt ein Mann mit einer perfiden Masche Autofahrer in der Schweiz und Süd-Deutschland ab. Nun ist Luxemburg sein neues Lieblingsziel.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Seine Masche ist so perfide wie erfolgreich. Ein Mann, der sich seinen Opfern wahlweise als John Moloney oder Peter Mc Elroy aus Irland vorstellt, treibt seit Monaten in der Schweiz und Süd-Deutschland sein Unwesen. Dutzende Autofahrer erleichterte er um teilweise mehrere hundert Euro. Vergangene Woche wurde er erstmals in Luxemburg gesichtet – und schlug wieder zu. Die Police Grand-Ducale ermittelt.

Umfrage
Wurden Sie auch schon von Betrügern angesprochen?

Auf seiner Diebestour tischt der Ire seinen Opfern meist die selbe Geschichte auf. Er gibt sich als Mitarbeiter eines Automobilherstellers aus und erklärt, dass er und sein Sohn ausgeraubt worden seien und Geld für die Heimfahrt nach Irland, genauer gesagt für die Fähre in Calais (Frankreich), bräuchten. Der Mann zeigt seinen Gesprächspartnern oft einen irischen Führerschein, gibt ihnen eine Visitenkarte seines angeblichen Arbeitgebers und trägt ein T-Shirt oder eine Weste des jeweiligen Automobilherstellers. Um seine Glaubwürdigkeit zu unterstreichen, lässt er die Opfern sogar Fotos seines Ausweises, seines Führerscheins oder seines Autos (Toyota Avensis) machen. Einem Opfer gestattet er sogar, ein Selfie mit ihm zu schießen (siehe Bildstrecke).

«Seine Geschichte klang so echt»

Die Opfer, die der Betrüger zurücklässt, sind schockiert ob seiner Kaltschnäuzigkeit. «Er hatte Tränen in den Augen und beteuerte, wie peinlich ihm das Ganze sei. Seine Geschichte klang so echt», berichtet ein Opfer. Ein anderes erzählt: «Er hatte mich und meine Tochter umarmt und uns versprochen, dass er uns zu sich nach Irland einladen würde.» Und ein Dritter: «Was mich am meisten ärgert, ist die Tatsache, dass dieser Halunke mit seinem Sohn auf Mitleidstour ist und die Hilfsbereitschaft gutgläubiger Menschen ausnutzt.»

So erging es auch einer Deutschen, die am vergangenen Sonntag auf der Aire de Berchem von «John Moloney» angesprochen wurde. Wieder gab er sich als VW-Mitarbeiter aus – und wieder hatte er Erfolg. «Ich habe nun Anzeige erstattet. Aber das Geld werden wir wohl nie mehr sehen», so die Frau. Auf Anfrage von L'essentiel bestätigt die Police Grand-Ducale den Eingang der Anzeige. Bereits in den Tagen zuvor habe es mehrere Betrugsfälle gegeben – sowohl in Berchem, als auch in Windhof und auf dem Parkplatz des Ikeas in Arlon-Sterpenich. Ob es sich jedes Mal um den selben Mann handele, könne bislang nicht mit Gewissheit gesagt werden, erklärt Polizeisprecherin Carine Merens.

Wurden auch Sie auch vom falschen VW-, Toyota- oder Honda-Mitarbeiter angesprochen? Melden Sie sich per E-Mail an web@lessentiel.lu und geben Sie uns am Besten auch Ihre Telefonnummer an. Alle Informationen werden auf Ihren Wunsch hin anonym behandelt.

(pw/kün/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc.K am 25.10.2016 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    warum wirt das Gesicht dieses Betrügers unkentlich gezeigt?????

  • Ronny Glod am 24.10.2016 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Firwaat weis der dem Mann sein Gesiecht nët richteg an nëmmen verschwomm

  • Tom Geelen am 24.10.2016 19:47 Report Diesen Beitrag melden

    Habe ihm Heutemittag am parking von ikea in Arlon gesehen. Hatte mir auch Geld gefragt. Vorsicht also. Ist noch in der Gegend.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc.K am 25.10.2016 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    warum wirt das Gesicht dieses Betrügers unkentlich gezeigt?????

  • Tom Geelen am 24.10.2016 19:47 Report Diesen Beitrag melden

    Habe ihm Heutemittag am parking von ikea in Arlon gesehen. Hatte mir auch Geld gefragt. Vorsicht also. Ist noch in der Gegend.

    • Niemand am 25.10.2016 23:17 Report Diesen Beitrag melden

      @Tom Geelen die Polizei anzurufen war wohl nicht nötig?

    einklappen einklappen
  • Ronny Glod am 24.10.2016 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Firwaat weis der dem Mann sein Gesiecht nët richteg an nëmmen verschwomm

  • K1000 am 24.10.2016 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Een dee sech bei mir giff als VW-Mattarbechter outen deen hätt scho vu virerann verluer. Bei alles wou VW dropsteet stecht Bedruch dohannert. Daat misst sech dach esou lues eremgesprach hunn.

  • Überlegen am 24.10.2016 18:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wie kann man nur auf so einen Trick reinfallen. Ich gebe nie fremden Leuten Geld und wenn die Trauergeschichten noch so echt wirken.

    • T.Be am 24.10.2016 23:09 Report Diesen Beitrag melden

      Das halte ich genau so!!

    • Filantrop am 25.10.2016 06:29 Report Diesen Beitrag melden

      Ja, wenn man den andern Leuten überlegen ist, braucht man auch kein Geld zu spenden!

    einklappen einklappen