Verdacht auf Vergiftung

14. Juni 2018 12:34; Akt: 14.06.2018 13:50 Print

Centre Antipoisons erhielt 500 Notrufe aus Luxemburg

LUXEMBURG – Im vergangenen Jahr gingen beim Centre Antipoisons rund 57.400 Notrufe ein, davon 485 aus dem Großherzogtum.

storybild

Vor allem Kinder im Alter zwischen ein und vier Jahren sind in Gefahr einer unbeabsichtigten Vergiftung.

Zum Thema

Das Centre Antipoisons in Belgien, welches auch für die luxemburgische Bevölkerung zuständig ist, war im vergangenen Jahr nicht untätig. Die Zahl der eingegangenen Anrufe ist im Vergleich zu 2016 um 3,8 Prozent gestiegen. Damit gingen im Durchschnitt täglich 157 Notrufe in der Zentrale ein. Dies geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht hervor. Aus dem Großherzogtum wurde die Giftnotrufzentrale insgesamt 485 Mal alarmiert.

In den meisten Fällen (46 Prozent) waren Medikamente die Ursache – sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Bei letzteren erfolgte die Vergiftung überwiegend durch Zufall: nach versehentlicher Einnahme oder in 30 Prozent der Fälle nach einem Einnahmefehler (Überdosis, Produktfehler, Nichtbeachten des Verfallsdatums).

Reinigungsmittel für Kleinkinder gefährlich

In 25 Prozent der Fälle waren Reinigungsprodukte die Ursache der Notrufe. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 318 Unfälle mit Reinigungsprodukten registriert. In 81 Prozent der Fälle waren Kinder unter fünf Jahren betroffen. Im Allgemeinen seien, laut des Jahresberichts, vor allem Kinder im Alter zwischen ein und vier Jahren in Gefahr einer unbeabsichtigten Vergiftung.

Dennoch besteht nicht bei allen Anrufen die Gefahr einer tatsächlichen Vergiftung. Somit benötigten rund 2000 Erwachsene und 2800 Kinder keine Behandlung. 14.000 Kindern und 9400 Erwachsenen konnte noch am Unfallort geholfen werden.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.