In Luxemburg

22. Mai 2018 07:00; Akt: 22.05.2018 07:02 Print

Das Problem der Geldwäsche bei Spielautomaten

LUXEMBURG – Mit einem internen Warnsystem sollen Betreiber von Glücksspielautomaten in Zukunft gegen illegale Machenschaften vorgehen.

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Glücksspielautomaten sind in Luxemburg mit einem strengen Gesetz verknüpft. (Bild: DPA)

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Glücksspielautomaten sind in Luxemburg eine heikle Angelegenheit. Zwar sind sie in zahlreichen Bars und Cafes zu finden, allerdings werden dieses teilweise auch illegal genutzt. Laut dem entsprechenden Gesetz aus dem Jahr 1977 sind in Luxemburg nur Automaten erlaubt, in denen man das Recht zum weiterspielen gewinnen kann. Andere Gewinne sind verboten.

2016 hat der Jurist Olivier Bova dazu eine Petition eingereicht und eine Änderung des Glücksspielgesetzes gefordert. So könne es zum Beispiel Gutscheine oder ähnliches für einen Spieler geben. Bargeld solle aber weiter nicht ausgezahlt werden.

Internes Warnsystem soll helfen

Das Hauptproblem: Spielautomaten können im Falle von Geldauszahlungen oder auch Gutscheinen zur Geldwäsche genutzt werden. Anwalt Robert Mines hat nun einen Schulungsplan erstellt, der es Betreibern ermöglichen soll, unter Einhaltung der Regeln Automaten aufzustellen.

«Die Automaten können zur Geldwäsche benutzt werden. Stellen sie sich einen Dealer vor, der 1000 Euro einwirft, nicht spielt und dann mit einem Gutschein im Wert von 1000 Euro abzieht», erklärt er. Die im Juni beginnenden Schulungen dienen dazu, ein internes Warnsystem einzurichten. Dadurch soll ein potenzieller Betrug schnell erkannt und ein Bericht erstellt werden können.

Kommen auch Sportwetten?

«Die ausgestellten Zertifikate werden an das Justizministerium geschickt, um die Seriosität der Fachleute zu belegen. Es ist eine Art Prävention. Aber eine Legalisierung mit einer Besteuerung wäre insgesamt die beste Lösung», sagt Mines.

Olivier Bova will noch einen Schritt weiter. Er hat einen Antrag auf die Inbetriebnahme von Sportwetten gestellt. «Es wurde die Zusage gemacht, dass der Server in Luxemburg stehen würde. Die Steuerverwaltung wäre damit verbunden, um die Geldbewegungen in voller Transparenz zu überprüfen». Im Falle einer Einigung seien etwa 40 Geräte einsatzbereit.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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