Medienbericht

13. März 2018 07:28; Akt: 13.03.2018 08:17 Print

Datenleck in der Chamber größer als angenommen

LUXEMBURG – Das Ausmaß der IT-Panne in der Chamber ist offenbar größer als angenommen. Auch heikle Informationen waren offenbar völlig ungeschützt im Internet aufrufbar.

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Auf der Chamber-Website sollen vertrauliche interne Unterlagen frei zugänglich gewesen sein. (Bild: Editpress)

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Das Datenleck im Luxemburger Parlament dürfte größer sein als angenommen, berichtet der Sender 100,7 am Dienstagmorgen. Entgegen früherer Berichte waren demnach auch heikle – sprich sicherheitsrelevante – Akten online frei zugänglich. Unter anderem seien detaillierte Pläne über die Chamber-Gebäude und Informationen über die Schuss- und Einbruchssicherheit der Fenster theoretisch für jedermann einsehbar gewesen.

Laut 100,7 konnten die zum Teil internen und vertraulichen Daten über einen einfachen Weblink aufgerufen werden – «ohne weitere Hilfsmittel». Dem widerspricht die Chamber: Es seien «bewusst und gezielt» Eingaben vorgenommen worden, «um sich unerlaubt Zugang zu schaffen». Die Frage einer Straftat stehe im Raum, heißt es in einem Communiqué des Parlaments.

Gehälter und Arbeitsverträge einsehbar

Die Parlamentsverwaltung hat mittlerweile die Staatsanwaltschaft über die Vorgänge informiert und lässt sich in der Affäre von einem Anwalt beraten. Gleichzeitig hat die Datenschutzkommission (CNPD) Erhebungen wegen möglichen Verstößen gegen das Recht auf Privatsphäre eingeleitet. Laut 100,7 sind auch Bewerbungsunterlagen, Arbeitsverträge sowie Gehalts- und Banküberweisungen des Ombudsman-Büros in dem Aktenfund enthalten.

Die Chamber räumt ein, dass intern Fehler geschehen sind. «Es wird eine Untersuchung eines unabhängigen Experten durchgeführt, um objektiv und sicher festzustellen, dass der Programmierfehler geschehen und warum bei Kontrollen diese Sicherheitslücke nicht aufgefallen ist.»

(jt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pierre am 13.03.2018 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Firwat hun dei net 2 komplett getrennte Server? En fir de Public, an en fir intern. Et ass sou einfach!

    einklappen einklappen
  • Vicky Lieks am 13.03.2018 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Bin mal gespannt wann wir wissen werden wievill welcher Abgeordnete wo verdient.

  • Kreckelneckel am 13.03.2018 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    D'Bundesregierung an Däitschland ass och kierzlech gehackt ginn. Zoufall ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • pire am 13.03.2018 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    si maan ët méi wëll , wéi ët wiirklëch ass , mee net al staat kann nat deenen groussen pisse goen.eise staat probéiert dat.jejeje

  • Pierre am 13.03.2018 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Firwat hun dei net 2 komplett getrennte Server? En fir de Public, an en fir intern. Et ass sou einfach!

    • Yesitsme274 am 13.03.2018 16:52 Report Diesen Beitrag melden

      Daat ass net esou einfach, well d'Leit access op den Internet weellen a brauchen, a wei ass et mat den EMail. Vlait hun Deputeierten och d'Meiglechkeet saachen vun do Heem aus ze consulteieren.

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  • Vicky Lieks am 13.03.2018 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    Bin mal gespannt wann wir wissen werden wievill welcher Abgeordnete wo verdient.

  • Kreckelneckel am 13.03.2018 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    D'Bundesregierung an Däitschland ass och kierzlech gehackt ginn. Zoufall ?