Stausee verriegelt

03. Oktober 2014 07:46; Akt: 03.10.2014 08:03 Print

Droht Luxemburg eine Trinkwasserknappheit?

LUXEMBURG – Ein Drittel des Trinkwassers kommen aus dem Obersauer Stausee. Um 12 Uhr wird die Einspeisung von dort gestoppt. Droht jetzt eine Trinkwasserknappheit?

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Das Wasser aus dem Obersauer-Stausee ist mit Pestiziden verseucht.

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Ein Drittel des Trinkwassers für die Einwohner des Großherzogtums stammen aus dem Obersauer Stausee bei Esch/Sauer – jeden Tag werden 40.000 Kubikmeter Wasser aus dem Bassin ins Trinkwassernetz gepumpt. Damit ist um 12 Uhr Schluss. Die Regierung hat am Donnerstagabend verkündet, dass der See vorerst vom Netz geht. Das Pestizid Metazachlor hat sich im Wasser ausgebreitet und droht über das Entnahme-Rohr an der Staumauer in die Wasserleitungen der Luxemburger zu gelangen.

L’essentiel hat beim Ministerium für Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung nachgefragt: Droht uns eine Trinkwasserknappheit? Nein, lautet die Antwort. Auch bei einer vorübergehenden Schließung des Dammes sei das Risiko einer Knappheit minimal. Es gäbe im Land vier Tiefbrunnen, die normalerweise nicht in Betrieb seien – aber «aktiviert werden können, wenn sie gebraucht werden». Die Brunnen könnten etwas mehr als die Hälfte der Produktion des Obersauer-Stausees liefern – 30.000 Kubikmeter pro Tag. Für das restliche Wasser könnten Zusatzquellen angezapft werden. 300 Brunnen und Quellen im Wasser liefern zwei Drittel des Luxemburger Trinkwassers. Aber die Kommunen sollten ihre Brunnen nicht überstrapazieren, denn neue Quellen «können nicht auf die Schnelle mobilisiert werden», erklärt die Regierung.

Noch am Donnerstag erklärte das Gesundheitsministerium gegenüber L’essentiel, dass die Abriegelung des Obersauer-Stausees nicht auf der Agenda stünde: «Das Risiko für die Gesundheit ist sehr gering», erklärte ein Sprecher.

(jg/sen/L'essentiel)

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