In Luxemburg

10. Juli 2017 07:00; Akt: 10.07.2017 15:51 Print

E-​​Zigaretten-​​Shops bangen um ihre Existenz

LUXEMBURG - Die Besitzer von E-Zigaretten-Läden müssen sich auf neue Kosten einstellen. Neue Produkte sollen eine Gebühr von bis zu 5000 Euro kosten.

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Véronika Rémier muss ihren Laden in Foetz schließen. (Bild: Editpress/Upload)

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«Die Geschäfte, die sich auf den Handel von E-Zigaretten spezialisiert haben, werden nach und nach aus Luxemburg verschwinden», sagt Véronika Rémier, die ihren Shop «Troc Ta Clope» in Foetz zum 1. August schließen wird. Grund für ihre Prophezeiung sind die Bestimmungen des neuen Anti-Raucher-Gesetztes. Dieses sieht vor, dass Produkte des elektrischen Genussmittels genauso besteuert werden wie die normale Tabak-Ware.

«Die Hersteller und Importeure von E-Zigaretten und dem Zubehör sind verpflichtet, eine Mitteilung an das Gesundheitsamt zu machen. Jedes Produkt, dass sie neu auf den Markt bringen, muss gemeldet werden. Für dieses wird dann eine Gebühr von 5000 Euro fällig», erklärt das Gesundheitsministerium.

Hersteller gehen über die Grenze

Diese Steuer werden die Hersteller nicht zahlen wollen, glaubt Rémier: «Sie werden die Produkte einfach auf der anderen Seite der Grenze anbieten.» Denn weder Frankreich noch Deutschland hat solch ein Gesetz. Sie kann diese Entscheidung nicht verstehen, schließlich ist der normale Tabak im Großherzogtum traditionell günstig und animiert geradezu zum Rauchen. Sie denkt, dass E-Zigaretten den Menschen helfen würde, damit aufzuhören.

Im Gesundheitsministerium sieht man das nicht so: «Die elektronische Zigarette birgt ein potenzielles Gesundheitsrisiko. Es stimuliert junge Menschen eher dazu, mit dem Rauchen anzufangen.»

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jos. am 10.07.2017 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder ein praktisches Beispiel für die Borniertheit der Luxemburger Politik. Die E-Zigarette ist das beste Beispiel dafür, dass es bei diesem Thema überhaupt nicht um die Gesundheit geht, sondern ausschliesslich um die autoritäre Durchsetzung der eigenen Vorstellungen und Ideologien.

  • Kalimero am 10.07.2017 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    Also mei domm geet et net ech mengen Mme Gesondheetsministerin soll hiere Posten oofgin well ech mengen dei huet keng Ahnung oder dei well keng Ahnung vun der Matiere hun. Alles maan vir E-Zigarette ze verbidden a vum Maart ze verdreiwen, vir dat mei Leit net vun der Tubakszigaretten lass kommen vir dat de Pappa Staat vill Geld verdingen kann un de Steiren de op den Zigaretten sin. An esou eng Persoun dei sech jo em eis Gesondheet kemmeren soll as op esou engem Posten

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  • Jang De Blannen am 10.07.2017 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Luxembourg geht vor die Hunde mit der Regirung

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hahahaha am 11.07.2017 22:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    MONEY TALKS, nach en Beweis mei fir eist sou " demokratescht" Land. Letzebuerg du hanerhältegt Steck Scheiss !!

  • Norbert am 11.07.2017 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Das Gesundheitsministerium plappert da eine oft aufgestellte Behauptung nach. Doch wie alle anderen, die diese Propagandaphrasen dreschen, bleiben sie solide wissenschaftliche Belege schuldig: Welches "potenzielle Gesundheitsrisiko"? Wird man davon blind oder wachsen einem davon Haare auf der Handfläche? Wieso sinken denn die Zahlen der jugendlichen Raucher so dramatisch, seit diese zunehmend mit dem Dampfen experimentieren? Müssten die nicht eher deutlich ansteigen, wenn die Jugendlichen dadurch wirklich zum Rauchen "stimuliert" würden?

  • Niemand am 10.07.2017 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Eeeegaaalll waaaaaatt .... wéi traureg eis Politiker sin, esou dreckeg. Naja egal, haaptsaach ech fëmmen net. ^^

  • DeKolopdeNap am 10.07.2017 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry, aber ich finde das in Ordnung. Man kann doch nicht auf der einen Seite das Rauchen prohibitiv teuer machen und an immer weniger Orten erlauben, nur um einem Parallelprodukt einen Freifahrtsschein auzstellen. Wenn 30% der Bevölkerung rauchen will und es die anderen 70% stört und obendrein deren Steuern kostet, dann müssen 30% eben an sich arbeiten. Ich würde gerne mal wissen ob sich die Steuern auf Zigaretten wirklich lohnen wenn man Gesundheits und Umweltkosten, nicht zu reden von Produktivitätsverlusten, mit einberechnet.

  • Tom G. am 10.07.2017 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    Klar - es stimuliert Menschen von etwas gut schmeckendem zu etwas eklig schmeckendem zu wechseln. Es ist in den USA bereits nachgewiesen worden, dass dieser Fakt eben nicht stimmt. Selbst auf EU Ebende ist man sich dessen bewusst, dass dieser Gateway Effekt eben NICHT zum tragen kommt.