In Luxemburg

19. Juni 2017 14:30; Akt: 19.06.2017 15:07 Print

Eine neue Amtssprache für das Großherzogtum

LUXEMBURG - Abgeordnete der Chamber erörterten am Montag den Gesetzentwurf über die offizielle Anerkennung der deutschen Gebärdensprache.

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Das Gesetzesprojekt soll auch gehörlose Schüler unterstützen. (Bild: AFP)

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Der Gesetzentwurf 7142, der die offizielle Anerkennung der deutschen Gebärdensprache vorsieht, wurde am Montagmorgen den Abgeordneten der drei betroffenen Ausschüsse vorgelegt. «Momentan gibt es hierzulande keine gehörlosen oder hörbeeinträchtigte französischsprachige Bürger», sagte die Ministerin für Familie und Integration, Corinne Cahen. Allerdings schloss sie nicht aus, den Gesetzestext in Zukunft anzupassen, falls sich etwas an dieser Situation ändert.

Ein Punkt der Reform ist, dass Gehörlose und Hörbeeinträchtigte bei Kontakt mit der staatlichen Verwaltung einen Dolmetscher verlangen können. Die Kosten würden dann vom Staat getragen. Der Text sieht auch das Recht eines jeden beeinträchtigten Schülers vor, die Gebärdensprache nutzen zu dürfen und die Grund- und Sekundarbildung in der Gebärdensprache zu absolvieren. Außerdem soll die Familie einer Person, die die Gebärdensprache praktiziert, das Recht haben, die Sprache in ihren Grundzügen zu erlernen. Die Kosten – maximal 100 Stunden – sollen ebenfalls vom Staat getragen werden.

Zurzeit leben rund 400 gehörlose oder hörbeeinträchtigte Personen in Luxemburg. Davon kommuniziert jedoch nur ein kleiner Teil über die Gebärdensprache.

(L'essentiel)

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