Bevölkerung

19. April 2018 11:26; Akt: 19.04.2018 13:03 Print

Erstmals mehr als 600.000 Einwohner in Luxemburg

LUXEMBURG – Die Einwohnerzahl des Großherzogtums stieg zum 1. Januar 2018 auf 602.005 an. Das geht aus einem Statec-Bericht vom Donnerstag hervor.

Zum Thema

Das Großherzogtum wächst immer weiter. Luxemburg zählte zum 1. Januar 2018 insgesamt 602.005 Einwohner und überschritt damit zum ersten Mal die 600.000er-Marke. Das geht aus einem Bericht des nationalen Statistikinstituts Statec vom Donnerstag hervor.

Damit ist die Bevölkerung innerhalb eines Jahres um 11.338 Menschen gewachsen. Diese Entwicklung sei hauptsächlich auf die Einwanderung zurückzuführen – der Anteil der Einwohner, die nicht die luxemburgische Staatsangehörigkeit besitzen, liege jetzt bei 48 Prozent.

Der Anteil der Ausländer liegt nun bei 47,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Portugiesen bilden noch immer die größte ausländische Gemeinschaft des Landes (16 Prozent der Bevölkerung), vor den Franzosen (7,6 Prozent), den Italienern (3,4 Prozent) und den Deutschen (2,2 Prozent).

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei 40,1 Jahren bei den Frauen und 38,6 Jahren bei den Männern. Das Durchschnittsalter der Ausländerinnen beträgt 37 Jahre. Männliche Ausländer sind im Schnitt 36,9 Jahre alt.

Die Bevölkerung Luxemburgs dürfte in den kommenden Jahren mit rund 14.000 Einwohnern pro Jahr (und 10.000 Arbeitsplätzen) weiter deutlich zunehmen. Dies wirft Fragen zur Organisation des Landes auf. Das Thema war Gegenstand einer langen Debatte in der Chamber am Mittwoch. Ohne «eine richtige Raumordnungspolitik werden wir Probleme bekommen», betonte François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung.

Der ehemalige Innenminister Michel Wolter (CSV) plädierte für «die Überwachung des Wachstums des Landes». Die Regierung und eine große Mehrheit der Abgeordneten setzen auf ein Strategie, die in drei Zonen untergliedert ist: die Hauptstadt und ihre Umgebung, die Nordstad sowie der südliche Ballungsraum um Esch/Alzette. Es bleibt abzuwarten, wann und wie dieses Szenario umgesetzt wird. Ein tolle Aufgabe für die künftige Regierung.

(JW/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wasser am 19.04.2018 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    600000+200000 Grenzgänger in Luxemburg; kein Wunder dass das Trinkwasser nur noch knapp 20 Jahre verfügbar ist und immer teurer wird.

  • de kéis am 19.04.2018 13:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an?wat brengt eis dat dan elo , nëmmen misére chômage a gewalt ....keng rouh mi an eisem ländchen

    einklappen einklappen
  • Lol am 19.04.2018 11:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel zu viel, sorry ist aber so

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean Kieffer am 20.04.2018 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    Allerdings fehlen Luxemburg zur kulturellen Bereicherung Moslems. Es müssten mehr Flüchtlinge aufgenommen werden.

  • Ekonomicus am 20.04.2018 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    D'Ekonomesch Attraktivitéit vum Land muss een wéi eng Ressource gesinn, a maachen wéi D'Norveger mam Ueleg. Fir de Wuesstem ze bremsen, méi héich Firmensteieren, an domadder e Fong opbauen, deen fir de Chaumage an d'Pensiounskeesen an Zukunft opkënnt... Keng aner Politik kann d'Land nach retten!!!

  • Pia am 20.04.2018 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NEE MERCI, et war bis dohinn och schon laang zevill, zemols wann et vun de Lëtzebuerger manner get, ass daat bestëmmt kee Grond sech ze bretzen an och soss net .. wou kann ech de STOPP drécken?? Schrecklech et ass kee Sauerstoff mei hei :(

  • Manni am 19.04.2018 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dat as die falsch Richtung, an e puer Johrzengte geht neischt méi...dann hun mir Massenarbechtsloser, Vekéierskollabs, mega Wunnengdmangel an firun allem sin mir alleguer vun kleng bis grous deck dem Alltagsstress ausgesaat! Dat as net dat wat e Liewen liewenswert mecht,dat brauch a well keen!

  • ProjectVeritas am 19.04.2018 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Wann ech bis d'Pensioun hunn dann ee manner ... d'Land gehéiert scho laange net méi de Lëtzebuerger .... An se kréien och nach hiert Ethnescht Existenz-Recht oferkannt , am Sënn vun "Mir waren nach ëmmer en Awanderungsland