Index

15. September 2011 13:26; Akt: 15.09.2011 14:14 Print

«Gehaltserhöhung nicht schuld an Preissteigerung»

LUXEMBURG – In 16 Tagen gibt’s mehr Geld. Am 1.Oktober ist die Indextranche fällig. Gehälter, Mindestlohn und Sozialhilfe steigen. Wird dann alles teurer?

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Jean-Claude Reding, Vorsitzender der Angestelltenkammer, hält Luxemburg auch mit Index für wettbewerbsfähig. (Bild: Editpress)

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Am 1. Oktober steht der Index ins Haus: Arbeitnehmer können sich freuen – alle Gehälter, der Mindestlohn und auch die Sozialhilfe (siehe Box) steigen. Bedeutet das auch eine allgemeine Preissteigerung?

Nein, zeigt eine neue Studie der Angestelltenkammer CSL, die am Donnerstag vorgestellt wurde.

«Wenn in Luxemburg die Preise steigen, hat das nichts mit dem Index zu tun, sondern mit steigenden, vom Staat diktierten Kosten wie den erhöhten Gebühren beim Arztbesuch. Schuld sind auch Firmen, die den Index als Vorwand nutzen, ihre Gewinnspanne zu erhöhen», meint Jean-Claude Reding. Seine Analyse basiert auf der Studie «Inflation, Index-Modulationen und Wettbewerbsfähigkeit».

Vorbereitung für Tripartite

Die Preissteigerung in Luxemburg liege kaum über dem EU-Schnitt, so Reding. In Luxemburg beträgt die Inflation 2,2 Prozent, auf EU-Ebene 2,1 Prozent. «Index und hohe Gehälter schaden der Wettbewerbsfähigkeit nicht, denn die Produktivität des Landes liegt über der unserer Nachbarn», meint Reding.

Die Studie stärkt demnach die Position der Gewerkschaften für die nächsten Tripartite-Verhandlungen am 29. September.

sb/jmh/L'essentiel Online mit Pa.T.

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