In Luxemburg

19. Januar 2018 12:05; Akt: 19.01.2018 12:06 Print

Großteil der Erdgas-​​Tankstellen macht dicht

LUXEMBURG - Erdgas-Autos hatten hierzulande seit jeher einen schweren Stand. Nun macht ein Großteil der CNG-Tankstellen dicht – die Zukunft liegt in einer anderen Antriebstechnik.

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In Luxemburg sperren bis 2019 vier der sechs bestehenden Erdgas-Tankstellen zu. (Bild: DPA/Carsten Rehder)

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Erdgas-Autos schonen das Portemonnaie und auch die Umwelt – und trotzdem fristet die alternative Antriebsart in Luxemburg ein absolutes Nischendasein. Nur etwa 350 Fahrzeugbesitzer sind hierzulande mit Gasantrieb unterwegs. Und jetzt sperrt auch noch der Großteil der Tankstellen für das sogenannte «Compressed Natural Gas» (CNG) zu.

Wie die Interessenvertretung «Lëtzebuerg gëtt Gas» am Freitag mitteilte, werden die CNG-Zapfsäulen an vier Tankstellen in Niederkerschen, Schifflingen, Remerschen und Lintgen sukzessive bis 2019 abgebaut. Wer sein Erdgasauto betanken will, dem stehen in Zukunft nur noch zwei Standorte zur Auswahl: Merl und Findel. Ihr Betrieb ist aufgrund einer finanziellen Hilfeleistung des Ministeriums für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur zumindest für die nächsten fünf Jahre gesichert. Neben CNG gibt es in Luxemburg auch einige wenige Tankstellen für Flüssiggas (Liquified Petroleum Gas, LPG).

Luxemburg für andere Antriebsart besser geeignet

Wieso hatte Erdgas im «Diesel-Land» Luxemburg nie den durchschlagenden Erfolg? «Es ist ein bisschen wie mit der Henne und dem Ei. Auf der einen Seite gab es zu wenige Tankstellen, auf der anderen Seite fehlten aber auch die Autos», sagt Erny Huberty, Präsident von «Lëtzebuerg gëtt Gas». Luxemburg sei als kleines Land eher prädestiniert für Elektro- als für Gas-Fahrzeuge. Er glaubt, dass die Zukunft generell dem Elektromotor gehört: «Der Trend geht weltweit in diese Richtung. »

Andere Länder wie Deutschland haben den Erdgas-Antrieb hingegen wieder für sich entdeckt – unter anderem, weil diese Gefährte im Vergleich zu Benzin- oder Dieselautos um bis zu 25 Prozent weniger CO2 ausstoßen. Das Umwelt-Argument lässt sich in Zeiten des Diesel-Skandals prima vermarkten. Bis 2025 soll die Gas-Flotte in der Bundesrepublik auf rund eine Million Fahrzeuge verzehnfacht werden, teilte Volkswagen, Anführer einer entsprechenden Initiative, vergangenes Jahr mit. Der deutsche Autokonzern erwartet aber, dass Benziner und Diesel trotz des Trends zu neuen Antrieben noch lange den Ton angeben.

Planen Sie einen Umstieg auf ein Auto mit alternativem Antrieb? Oder wollen Sie noch einige Jahre weiter mit Benzin oder Diesel fahren? Schreiben Sie uns im Kommentarfeld!

(jt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pascal am 20.01.2018 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hier findet mal kein Gasauto ich hätte ed sofort gekauft Gas ist billiger als benzin und diesel

  • Gottl. Leb. Müller am 21.01.2018 01:51 Report Diesen Beitrag melden

    @Pierre: Um Dein Gewissen gegenüber Mitbürgern und Umwelt zu erleichtern? Und wieso sollten CNG-Autos teurer sein als die Stinkediesel?

  • Pierre am 19.01.2018 22:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ich fahre meinen Diesel so lange er läuft. Das Ministerium für Umwelt hat ja nichts gegen manipulierte Motorenelektronik und kann eigenen Aussagen gar nichts gegen den Hersteller tun. Warum denn umsteigen auf teurere Autos?

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  • Gottl. Leb. Müller am 21.01.2018 01:51 Report Diesen Beitrag melden

    @Pierre: Um Dein Gewissen gegenüber Mitbürgern und Umwelt zu erleichtern? Und wieso sollten CNG-Autos teurer sein als die Stinkediesel?

  • Pascal am 20.01.2018 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hier findet mal kein Gasauto ich hätte ed sofort gekauft Gas ist billiger als benzin und diesel

  • Pierre am 19.01.2018 22:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ich fahre meinen Diesel so lange er läuft. Das Ministerium für Umwelt hat ja nichts gegen manipulierte Motorenelektronik und kann eigenen Aussagen gar nichts gegen den Hersteller tun. Warum denn umsteigen auf teurere Autos?