Kampagne gegen Missstände

27. März 2018 12:59; Akt: 27.03.2018 14:43 Print

Herkunft von Kleidung ist vielen Luxemburgern egal

LUXEMBURG - Zu viel Kleidung ist der Tod der Kleidung. Vor allem für diejenigen, die sie produzieren. Eine Kampagne soll auf das Problem der globalen Textilindustrie hinweisen.

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Mit der Kampagne «Rethink your clothes» wollen die Verantwortlichen für eine bewussteren Umgang mit Kleidung sorgen. (Bild: L'essentiel)

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Shopping zählt bei vielen Luxemburgern zum Hobby Nummer eins. Vor allem in Kleidung wird ordentlich investiert. Dabei «benutzen wir 30 Prozent unserer Garderobe niemals», sagen die Akteure einer neuen Kampagne. «Rethink your clothes» wurde von der Regierung, der Caritas und Fairtrade Lëtzebuerg ins Leben gerufen und soll auf die Missstände in der Textilindustrie aufmerksam machen.

Es ist knapp fünf Jahre her, als die Welt entsetzt nach Bangladesch schaute. Dort stürzte ein Gebäudekomplex mit Textilfabriken ein und sorgte für den Tod von 1127 Menschen. «Ja, die Branche war eine Weile schockiert. Aber es hat sich nur wenig verändert», sagt Jean-Louis Zeien, Präsident von Fairtrade Lëtzebuerg.

Recycling ein wichtiger Punkt

Laut einer Umfrage von TNS Ilres legen nur neun Prozent der Luxemburger Wert darauf, dass ihre Kleidung unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wurde. Ganze 15 Prozent interessieren sich überhaupt dafür, wo die Textilien herkommen. «Rethink your clothes» will auch daran erinnern, dass 60 Millionen Menschen in dieser Branche arbeiten. 70 Prozent werden in Asien unter meist erbärmlichen und unmenschlichen Arbeitsumständen hergestellt.

Dabei liegt es an jedem selbst, etwas daran zu ändern. Bis 2019 zielen verschiedene Aktionen nun drauf ab, sowohl Verbraucher wie auch Händler stärker für das Thema zu sensibilisieren. Dabei geht es den Verantwortlichen nicht um das Boykottieren von bestimmten Marken, sondern um ein verantwortungsvolleres Handeln in diesem Bereich.

«In Luxemburg muss ein Bewusstsein dafür geschaffen werden. Wir sind keine Opfer des Systems. Sie sind es, die für uns produzieren», betont Jean-Louis Zeien. Konkret sprechen die Organisatoren das Recycling von Kleidung an, die sofort umgesetzt werden kann. Hier scheinen die Luxemburger bereits aufgeschlossener. Wie TNS Ilres schreibt, hätten 50 Prozent nichts dagegen, Kleidung zu recyceln und wiederzuverwenden.

www.rethinkyourclothes.lu

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • unpoison yourself & the world am 28.03.2018 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    rethink your clothes and go natural ... plastic is not fantastic, it's poison for you & me & the earth & all animals and plants on earth in the air and in the water ...

  • Plastic is not fantastic am 28.03.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bekommt man/frau/kind überhaupt noch gesunde Kleidung ohne Chemiegifte, ist doch alles Plastikkleidung, zusätzlich mit Insektiziden besprüht für den Transport und absolut gesundheitsschädigend, krebserregend und vom Gestank im Kleiderladen her ekelerregend !!! Kein Wunder, dass man/frau/kind mittlerweile einen grossen Bogen um die Kleidergeschäfte machen muss, wegen dem chemischen Giftgestank der aus den Läden tritt ...

Die neusten Leser-Kommentare

  • unpoison yourself & the world am 28.03.2018 09:36 Report Diesen Beitrag melden

    rethink your clothes and go natural ... plastic is not fantastic, it's poison for you & me & the earth & all animals and plants on earth in the air and in the water ...

  • Plastic is not fantastic am 28.03.2018 09:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bekommt man/frau/kind überhaupt noch gesunde Kleidung ohne Chemiegifte, ist doch alles Plastikkleidung, zusätzlich mit Insektiziden besprüht für den Transport und absolut gesundheitsschädigend, krebserregend und vom Gestank im Kleiderladen her ekelerregend !!! Kein Wunder, dass man/frau/kind mittlerweile einen grossen Bogen um die Kleidergeschäfte machen muss, wegen dem chemischen Giftgestank der aus den Läden tritt ...