Versicherung in Luxemburg

16. Februar 2018 08:41; Akt: 16.02.2018 08:41 Print

Hochwasser-​​Police wird immer beliebter

LUXEMBURG – 85 Prozent der neuen Versicherten wollten sich laut dem Verband der Versicherungsgesellschaften auch gegen Hochwasserschäden absichern.

storybild

Immer mehr Bewohner versichern sich gegen Überschwemmungen. (Bild: Fabrizzio Pizzolante)

Zum Thema

Die schweren Unwetter vom Juli 2016 und die Hochwasserschäden in Ernztal haben ihre Spuren hinterlassen. Die Katastrophe im Osten des Großherzogtums kostete die Versicherer insgesamt 4,5 Millionen Euro. «Hunderte Schadensfälle wurden damals gemeldet», wie der Verband der Versicherungsgesellschaften (ACA) mitteilt. Die Unwetter hätten aber auch dazu beigetragen, dass die sich die Versicherungsnehmer auch häufiger für einen Schutz gegen Hochwasser entschieden haben.

Seit dessen Einführung im Juni 2017 haben sich immer mehr Menschen für diese Police entschieden, die durchschnittlich zehn Euro pro Monat kostet. Sie wird in 85 Prozent der neuen Verträge gewählt. Und viele Bestandskunden haben sie hinzugefügt», bemerkt der ACA, der die Daten der fünf größten Versicherer des Landes Foyer, AXA, Allianz, LALUX und Bâloise auswertete.

Anhebung der Obergrenze auf 200.000 Euro

Mit dieser neuen Police wurden auch die Höchstgrenzen, für die Versicherungen bei Hochwasserschäden eintreten, angehoben: 200.000 pro Jahr und Schadensfall für Einzelpersonen, wobei die Bearbeitungszeiten je nach Fall zwischen 15 Tagen und drei Monaten liegt. In einem hochwassergefährdeten Gebiet bleibt sie auf 20.000 Euro begrenzt. Allerdings seien nur «ein Prozent der Wohnungen in Luxemburg in einem solchen Gebiet», sagt Paul-Charles Origer, Direktor für Luxemburger Angelegenheiten beim ACA.

Wie der Erfolg der neuen Police zeigt, ist das Bewusstsein der Bürger nach mehreren Überschwemmungen in den letzten Jahren gestiegen. «Überschwemmungen können heute fast überall auftreten und die Kunden wissen, dass sie nicht immer gut versichert sind», fügt Origer hinzu. Was die Flutkatastrophe an der Mosel zwischen Dezember und Januar im vergangenen Jahr betrifft, so sind bereits die ersten Schadensfälle auf den Schreibtischen der Versicherer gelandet.

(NC/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.