In Luxemburgs Schulen

30. Oktober 2017 08:45; Akt: 30.10.2017 10:05 Print

Ist Wi-​​Fi-​​Strahlung schädlich für Kinder?

LUXEMBURG – Strahlung umgibt uns überall. Sie geht von Mobiltelefonen ebenso aus, wie von drahtlosen Netzwerkverbindungen – auch in Schulen. Ist diese Strahlung gefährlich?

storybild

Laut Gesundheitsminister Claude Meisch sei das Risiko der Strahlenbelastung auf ein Minimum reduziert. (Bild: AFP)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Längst sind in unserem Alltag mobile Endgeräte wie Laptops, Tabletts und Smartphones eine Selbstverständlichkeit. Wir benutzen sie auf der Arbeit, am heimischen Küchentisch, selbst aus dem Schlafzimmer sind sie nicht mehr wegzudenken. Langsam aber sicher kommt die Technik auch in den Klassenzimmern an. Auch die Luxemburgische Regierung sieht in der Informations- und Kommunikationstechnologie einen «Schlüsselfaktor für die Entwicklung der Bildung».

Natürlich stellt sich an dieser Stelle die Frage nach den Auswirkungen der allgegenwärtigen Strahlung auf die Gesundheit und die Entwicklung von Kindern. Auch die CSV-Abgeordnete Martine Hansen hat sich mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt und eine parlamentarische Anfrage an Bildungsminister Claude Meisch gerichtet. Kernthema der Anfrage: Gibt es regierungsseitige Bedenken gegenüber der Wi-Fi-Strahlung und liegen entsprechende Studien vor?

Umfassende Vorsorgemaßnahmen

In einer offiziellen Stellungnahme äußert sich Bildungsminister Claude Meisch beruhigend. Zwar werde in naher Zukunft jedes Klassenzimmer mit Wi-Fi-Systemen ausgerüstet, doch bereits jetzt «wendet die Nationale Kommission für Kinder und Jugend das Vorsorgeprinzip in Bezug auf elektromagnetische Strahlung an, mit dem Ziel, die Exposition gegenüber elektromagnetischen Wellen so gering wie möglich zu halten», so der Wortlaut.

Auch würden Empfehlungen für den Umgang mit Elektrosmog in Schulen ausgesprochen, so etwa eine Nutzung der Wi-Fi-Antennen «nur bei Bedarf», eine «Optimierung der Anzahl der Antennen» oder ein Mindestabstand zu den Schülern. Desweiteren arbeite das Centre de Gestion Informatique de l'Éducation (CGIE) an «intelligenten Mobilfunknetzen, die ihre Emissionen elektromagnetischer Strahlen deutlich reduzieren, ohne den Benutzerkomfort zu beeinträchtigen oder den Betrieb der Systeme zu behindern».

«Alara»-Prinzip

«As low as reasonable achievable» (sinngemäß: so viel wie nötig, so wenig wie möglich), kurz Alara, heißt deshalb das Zauberwort im Umgang mit der Strahlung. Das Gesundheitsministerium messe bereits «seit mehreren Jahren die Intensitäten hochfrequenter elektromagnetischer Felder in Gebäuden, die von Kindern und Jugendlichen frequentiert werden». Gleichzeitig behalte man wissenschaftliche Studien zu diesem Thema im Auge.

Es sei beispielsweise bewiesen, dass Mobiltelefone eine deutlich höhere Strahlung absondern, als andere Wi-Fi-Geräte. Auch nehme die Strahlung mit zunehmendem Abstand zur Strahlungsquelle, also beispielsweise des Routers, rapide ab. Bereits auf einer Entfernung von 12,5 Zentimetern sei die abgesonderte Strahlung nicht mehr von der üblichen Hintergrundstrahlung zu unterscheiden.

(dix/L’essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.