In Luxemburg

16. Mai 2018 17:25; Akt: 17.05.2018 07:45 Print

Ist ein Ende des Lehrermangels in Sicht?

LUXEMBURG – Im Großherzogtum fehlen seit einigen Jahren qualifizierte Lehrkräfte. Das Ministerium für Nationale Bildung hat nun einen «starken Anstieg» angekündigt.

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Luxemburgs Grundschulen fehlt es an qualifizierten Lehrkräften. (Bild: Editpress/Sdidier)

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In Luxemburg fehlen seit einigen Jahren qualifizierte Lehrer. Diesbezüglich hat sich das Bildungsministerium in der Vergangenheit unter anderem dazu verpflichtet, das Lehrer-Examen (Concours) für andere Fachbereiche zu öffnen oder die Praktikumszeit von drei auf zwei Jahre zu verkürzen. Entscheidungen, die Früchte zu tragen scheinen. So heißt es zumindest in einer Erklärungen des Ministeriums. Demnach haben sich 239 Personen in diesem Jahr für das Lehrer-Examen (Concours de recrutement des instituteurs) beworben. Im letzten Jahr waren es lediglich 168 Bewerber.

Claude Meischs (DP) «Hochschul-Tournee» scheint an dieser positiven Entwicklung nicht unbeteiligt gewesen zu sein. Der Minister besuchte in den vergangenen Monaten die Universität Luxemburg sowie die Hochschulen in Brüssel, Bastogne, Virton und Freiburg in der Schweiz. Dort traf er auf Studenten, die er zu dieser Herausforderung zu ermutigen versuchte.

Doch laut der Gewerkschaft OGBL-SEW gäbe es andere Gründe für den plötzlichen Zuwachs. «Der Minister musste den Studierenden versprechen, dass sie das Praktikum ungehindert bestehen würden. Er hatte keine Wahl. Der Mangel ist bereits da und das nächste Schuljahr beginnt kurz vor den Wahlen», erklärt der Gewerkschaftspräsident Patrick Arendt im Interview mit L’essentiel. Ob die steigende Bewerberzahl tatsächlich ausreiche, darüber ist sich Arendt ebenfalls unsicher. Nach Angaben des Gewerkschafters wären «mindestens 350 Anträge» nötig, um die Lücken in den Schulen zu schließen.

(th/L'essentiel)

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