Pilotprojekt bei McDonald's

15. Oktober 2015 11:36; Akt: 15.10.2015 15:24 Print

Ist klassisches Burger-​​Menü bald vom Tisch?

LUXEMBURG - Die Konkurrenz setzt McDonald's immer mehr unter Druck. Als Gegenmaßnahme krempelt der Fast-Food-Riese jetzt seine Speisekarte um - auch im Großherzogtum?

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Der Big Mac zählt zu den beliebtesten Burgern bei McDonald's. Das klassische Sparmenü mit Pommes und Cola könnte aber womöglich in den nächsten Jahren von der Speisekarte verschwinden. (Bild: AFP/Paul J. Richards)

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Die weltgrößte Schnellrestaurant-Kette McDonald's geht angesichts wachsender Konkurrenz neue Wege. Seit Anfang Oktober können sich Kunden in zwei Bundesländern in Österreich das klassische Burger-Menü selbst zusammenstellen. Statt wie bisher Pommes und Cola zum Big Mac, servieren die Bulettenbrater auf Wunsch nun beispielsweise einen Donut statt der Fritten oder lassen das Getränk weg. Der Preisvorteil der Kombi aus Burger, Fritten und Getränk, die billiger ist als alle drei Produkte separat zu kaufen, gilt auch für das individuelle Menü. Kommt der Trend jetzt auch nach Deutschland und Luxemburg? Ist das klassische Burgermenü damit passé, wie deutsche Medien bereits mutmaßen?

McDonald's dementiert entschieden. «Das ist eine rein regionale Geschichte», teilt eine Sprecherin auf Nachfrage von L'essentiel mit. Besagte Initiative mit den individuellen Menüs sei von der österreichischen McDonald's-Tochtergesellschaft ausgegangen. «Eine Abschaffung der Menüs in Deutschland und Luxemburg ist aktuell nicht geplant», wird beteuert. «Selbstverständlich kann man auch künftig ein BigMac-Menü bestellen.» Für Irritationen sorgt laut stern.de jedoch, dass McDonald's in Österreich den Klassiker «Hamburger Royal» von der Speisekarte gestrichen habe. Das könnte womöglich der Auftakt für weitere Anpassungen sein.

Wachsender Konkurrenzdruck

McDonald's kämpft fast rund um den Globus mit sinkenden Verkäufen – dass deswegen das Angebot neu überprüft wird, überrascht daher nicht. Vor allem im US-Heimatmarkt und Asien, wo die Folgen eines Gammelfleischskandals die Geschäfte belasten, tut sich der Fast-Food-Riese schwer. Ein Lichtblick ist Europa, wo der Absatz dank gestiegener Nachfrage in Großbritannien und Deutschland zuletzt wieder kräftig zulegte. Für Luxemburg sind keine Umsatzzahlen bekannt. Die neun Filialen des Landes werden von der Franchisefirma Moore Food S.à.r.l. geleitet, unter Aufsicht der Deutschland-Zentrale in München.

In Europa versucht der Bulettenbrater bereits seit geraumer Zeit mit verschiedenen Maßnahmen auf die geänderten Essgewohnheiten der Gesellschaft zu reagieren. Kürzlich lancierte das Schnellrestaurant auch hierzulande den «McB»-Burger mit «100 Prozent Bio-Beef», um auf den wachsenden Erfolg junger Burgerläden zu reagieren. Der Burger ist allerdings nicht 100 Prozent Bio, wie die Werbung vielleicht glauben macht: Nur die Bulette in der Mitte kommt aus der ökologischen Landwirtschaft. Brötchen, Salat und Käse werden konventionell hergestellt.

(jt mit dpa/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B. Ali am 15.10.2015 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Nix Neues, in Asien wird ja schon länger auch zB Reis, Suppe und Fried Chicken angeboten. Aber da Streetfood in Asien hat recht günstig (und meist auch sehr gut) ist wundert es mich nicht dass die so manche Fastfoodkette sehr schwer tut.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • B. Ali am 15.10.2015 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Nix Neues, in Asien wird ja schon länger auch zB Reis, Suppe und Fried Chicken angeboten. Aber da Streetfood in Asien hat recht günstig (und meist auch sehr gut) ist wundert es mich nicht dass die so manche Fastfoodkette sehr schwer tut.

    • Haagen Nic am 15.10.2015 14:44 Report Diesen Beitrag melden

      Genau so ist es und nicht anders!!! Fast Food muss nicht Shitfood heissen wie bei unseren bekannten Futterklempnern. Ich kenne Asien und teile voll deine Meinung!!!

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