Arbeit in Luxemburg

16. Mai 2018 17:32; Akt: 16.05.2018 18:13 Print

Kommt bald endlich das Zeitsparkonto?

LUXEMBURG – Der Arbeitsminister kündigte gestern ein Gesetz zur Einführung eines Zeitsparkontos in der Privatwirtschaft an.

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Arbeitsminister Nicolas Schmit präsentierte am Mittwoch einen Gesetzentwurf. (Bild: Editpress/Alain Rischard)

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Der Vorsitzende des Unternehmerverbandes (Union des Entreprises luxembourgeoises), Jean-Jacques Rommes, hat in der vergangenen Woche erneut das Gesetz zur Einführung eines Zeitsparkontos für Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft abgelehnt.

Diese Nachricht wurde den Abgeordneten am Mittwoch von Arbeitsminister Nicolas Schmit mitgeteilt. Das Zeitsparkonto für Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft wird seit 2004 diskutiert. «Wir brauchen ein Gesetz, um zukünftige Vereinbarungen zu gestalten, die in den Unternehmen diskutiert werden. Wir hoffen, dass der Gesetzentwurf schnell umgesetzt wird, um rasch einen gültigen Rechtsrahmen zu schaffen», sagte Nico Clement von der Gewerkschaft OGBL gestern.

Für 1800 Überstunden ein Jahr frei machen

Der künftige Rechtsrahmen sollte die bestehenden Zeitsparkonten nicht in Frage stellen. Darüberhinaus soll weder der Arbeitgeber noch der Arbeitnehmer zu den Konten verpflichtet. Schließlich erlaubt das Gesetz den Sozialpartnern, ein Zeit-Sparkonto als Teil eines branchenübergreifenden Vertrages oder eines Tarifvertrages aufzunehmen.

Ab 1800 gesparten Stunden sollen Vollzeitbeschäftigte Anspruch auf ein Sabbatjahr haben. Die eingesparten Stunden können nicht durch eine Zahlung aufgelöst werden und das Zeitsparkonto nimmt der Mitarbeiter nicht bei einem Wechsel des Arbeitgebers mit. Im Falle des Konkurses eines Unternehmens übernimmt der staatliche Garantiefonds die Zahlung der Überstunden.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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