Luxemburger Firmen

31. Januar 2017 13:17; Akt: 31.01.2017 13:18 Print

Kreative Firmen müssen zusammenarbeiten

LUXEMBURG – Architektur, Filmindustrie, Design... Am Dienstag wurde der Cluster kreativer Firmen dem Wirtschaftsministerium vorgestellt.

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Über 1000 Menschen leben von der Luxemburger Filmindustrie (Bild: Alain Rischard/editpress)

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Architektur, Kunsthandwerk, Filmindustrie, Design, Gaming, aber auch Gestaltung und neue Medien... Alle diese Aktivitäten sind Teil der kreativen Industrie und haben seit Dienstag ihren Cluster in Luxemburg, der am Vormittag dem Wirtschaftsministerium vorgestellt wurde. Die Profis dieser Berufssparten, die in drei Kategorien unterteilt werden (Kunst und Unterhaltung, audiovisuelle Medien und kreative Dienste), sollen mit Unterstützung von Luxinnovation in einem Netzwerk zusammenarbeiten. Die staatliche Agentur zur Förderung von Innovation wird einen Clustermanager einstellen, der das Uhrwerk in Gang bringen soll.

Die Dienstleistungen reichen von Hilfe bei der Gründung über Unterstützung beim Export bis zu Hilfen und Ratschläge. Die speziellen Bedürfnisse werden ebenfalls beachtet. «Das Besondere dieser Firmen ist, dass 60 Prozent von ihnen keine Angestellten haben. Es sind sehr kleine Firmen. Sie müssen an Umfang gewinnen, eine kritische Masse erreichen und neue Chancen ergreifen», betont Francine Closener, die Staatssekretärin für Wirtschaft. Sie teilt mit, dass die kommende Revision des Niederlassungsrechts sich an die Situationen der kleinen Geschäftsführer anpassen muss.

2200 Firmen und 6300 Arbeitsplätze

Die erste konkrete Aktion des Clusters wird die Kreation einer digitalen Plattform sein, um die in Luxemburg existierenden Kompetenzen aufzulisten. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass ein Geschäftsführer einen Dienstleistungserbringer im Land findet - und ihn nicht im Ausland sucht. «Die Filmindustrie sucht zum Beispiel viel zu oft nach Tontechnikern im Ausland, obwohl es junge und fähige in Luxemburg gibt», erklärt Vincent Hieff, der Verantwortliche für kleine und mittlere Unternehmen sowie Unternehmertum im Wirtschaftsministerium.

Um diesen Unternehmern die ersten Schritte zu erleichtern, wurde ein Projektaufruf zur Herstellung von «Produkten» gestartet. Außerdem soll ein Kurzanime erstellt werden, der die neue Identität des Landes hervorhebt «Let's make it happen».

Etwa 2200 Unternehmen sind in der kreativen Industrie des Großherzogtums aktiv. Sie beschäftigen 6300 Personen und generieren laut den Daten des Wirtschaftsministeriums 390 Millionen Euro Mehrwert zum BIP. Der Cluster wird sich auf Einrichtungen wie das 1535°C, den Technoport oder das House of entrepreneurship stützen können.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gepetto am 13.03.2017 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Warum konzentrieren sich sämtliche Hilfsleistungen aud sogenannte kreative Unternehmen? Will man in Luxemburg einen ganz banalen bodenständigen Betrieb gründen, z.B., ein Handwerksunternehmen, ist man weitgehend auf sich alleine gestellt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Gepetto am 13.03.2017 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Warum konzentrieren sich sämtliche Hilfsleistungen aud sogenannte kreative Unternehmen? Will man in Luxemburg einen ganz banalen bodenständigen Betrieb gründen, z.B., ein Handwerksunternehmen, ist man weitgehend auf sich alleine gestellt.