Asselborn in Havanna

13. Juni 2017 16:37; Akt: 14.06.2017 07:21 Print

Luxemburg bringt sich auf Kuba in Stellung

LUXEMBURG - Das Großherzogtum intensiviert seine Beziehungen zum sozialistischen Karibikstaat. Staatschef Raúl Castro bat Außenminister Asselborn am Dienstag zur Audienz.

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Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat sich bei einem zweitägigen Besuch in Kuba auch mit Präsident Raúl Castro getroffen. Asselborn sprach mit dem 86-jährigen Staatschef und Bruder des im November verstorbenen Revolutionsführers Fidel über Wege zur Stärkung der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen. Eine verstärkte Kooperation sei vor allem in den Bereichen Lufttransport, Telekommunikation, Forschung und Kultur möglich, teilte die Regierung mit. Auch die Option eines Doppelbesteuerungsabkommens stand auf der Agenda des Treffens.

Asselborn hielt sich auf Einladung des kubanischen Außenministers Bruno Eduardo Rodríguez Parrilla in Havanna auf. Er führte auch Gespräche mit Außenhandelsminister Rodrigo Malmierca Díaz und der Parlaments-Vizepräsidentin Ana María Machado Nuñez.

Luxemburg will Atouts ausspielen

Im Dezember hatte die Europäische Union erstmals ein Partnerschaftsabkommen mit dem sozialistischen Karibikstaat geschlossen. Der Vertrag sieht einen deutlich intensiveren politischen Dialog vor, unter anderem zum Thema Menschenrechte und Grundfreiheiten. Zudem soll es Zusammenarbeit beispielsweise in Handelsfragen sowie in Bereichen wie Klimaschutz, Tourismus und Kultur geben. Luxemburg nimmt aktiv an dem Dialog teil und will die Atouts seines Wirtschaftsstandorts auch auf Kuba ausspielen.

Grundlage für die Annäherung zwischen der EU und Kuba ist der vorsichtige Öffnungskurs des Inselstaates in den vergangenen Jahren. Neben marktwirtschaftlichen Reformen hatte das Land Ende 2014 auch eine historische Wende in seinen Beziehungen zu den USA eingeleitet. Diese führte bislang aber noch nicht zu einer vollständigen Aufhebung der US-Handelssanktionen gegen das Land.

(jt mit dpa/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tessy Jung am 14.06.2017 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    D'Fanger ewech vu Cuba, do geréit alles an e Faass ouni Buedem, net mat menge Steiergelder!!! Déi hu scho ganz anerer iwwer den Dësch gezunn ewéi de klenge Lëtzebuerger a vu Mënscherechter wëllen déi guer a glat näischt wëssen, kommt mir léien eis net an d'Täsch!

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  • Tessy Jung am 14.06.2017 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    D'Fanger ewech vu Cuba, do geréit alles an e Faass ouni Buedem, net mat menge Steiergelder!!! Déi hu scho ganz anerer iwwer den Dësch gezunn ewéi de klenge Lëtzebuerger a vu Mënscherechter wëllen déi guer a glat näischt wëssen, kommt mir léien eis net an d'Täsch!