Keine Terrorangst

24. März 2017 17:27; Akt: 24.03.2017 18:29 Print

Luxemburg feiert gelassen – und vorbereitet

LUXEMBURG - Die Terroranschläge im öffentlichen Raum haben auch in Luxemburg Spuren hinterlassen – wobei sich die Karnevals-Planer von aller Hysterie fernhalten.

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Tausende kommen und sollen sicher Feiern: Darauf bereiten sich Veranstalter und Polizei vor. (Bild: Editpress/Jean-Claude Ernst)

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Erst Nizza, dann Berlin, jetzt London und Antwerpen: Mit Fahrzeugen begangene Terrorakte haben zu einer Diskussion um die Sicherheit im öffentlichen Raum geführt – auch in Luxemburg:

«Das Bewusstsein hat sich sehr verändert», bestätigt etwa Romain Metzler im Gespräch mit L’essentiel: Seit zehn Jahren organisiert er den großen Umzug in Petingen mit – den größten und traditionsreichsten des Landes. Zur 62. «Kavalkade» werden am Sonntag wieder bis zu 40.000 Besucher erwartet. Schon früh stand fest, dass ein Lkw-Verbot in der Innenstadt gelten wird – und weitere Maßnahmen, die aus taktischen Gründen aber nicht vorher mitgeteilt werden. «Wir hatten vor einigen Tagen noch eine zusätzliche Besprechung mit der Polizei und allen Beteiligten», erklärt Metzler.

Auch in Remich wird am Sonntag gefeiert: Rund 1200 Menschen gestalten den Umzug mit 40 Wagen. Die bis zu 8000 Besucher werden auch hier durch ein Fahrverbot für Laster geschützt, das bis in einige Straßen abseits der zwei Kilometer langen Umzugsstrecke gilt. Ansonsten müssen sich die Besucher aber auf nicht mehr Einschränkungen einstellen als in den Vorjahren, teilt die Remicher Touristikkoordinatorin Carole Sitz mit: Ein Glasverbot sei etwa nicht vorgesehen.

Die Kavalkade in Wasserbillig findet zum zweiten Mal in der Nacht statt: Am Samstag werden ab 18.11 Uhr Musikkapellen, zwölf Fußgruppen und 40 Wagen einen Umzug gestalten, bei dem Lichteffekte für zusätzliche Stimmung sorgen.

«Eine konkrete Bedrohung gibt es aktuell für Luxemburg nicht»

Dass das Großherzogtum gelassen, aber nicht unvorbereitet feiert, bestätigt auch Frank Stoltz von der Police Grand-Ducale. «Eine konkrete Bedrohung gibt es aktuell für Luxemburg nicht», beruhigt der Pressesprecher auf Nachfrage von L’essentiel. Natürlich gebe es aber individuelle «Risikoanalysen und ein entsprechendes Polizeiaufgebot». Beamte seien sowohl in Uniform als auch in Zivilkleidung unterwegs.

Wie in den Vorjahren liege der Augenmerk eher darauf, was den Karneval immer schon riskant machte: Alkohol, Schlägereien, Taschendiebe. Polizeisprecher Frank Stoltz erinnert an grundsätzliche Tipps zum sicheren Feiern: «Gemäßigter Umgang mit Alkohol, Vorsicht vor Taschendieben, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel – und Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen.»

(Frank Goebel/L’essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • dusninja am 25.03.2017 07:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist kein Karnevalsumzug sondern irgendeine Parade. Karneval ist seit über 3 Wochen vorbei. Oder kann man jetzt auch feiern, wann man will, und nicht am 24.12/06.01?

Die neusten Leser-Kommentare

  • dusninja am 25.03.2017 07:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist kein Karnevalsumzug sondern irgendeine Parade. Karneval ist seit über 3 Wochen vorbei. Oder kann man jetzt auch feiern, wann man will, und nicht am 24.12/06.01?