Mit fünf weiteren Staaten

29. Dezember 2017 10:47; Akt: 29.12.2017 10:47 Print

Luxemburg fordert EU-​​Plan für Glyphosat-​​Ausstieg

LUXEMBURG - Das Großherzogtum spricht sich klar für einen Ausstieg bei der Nutzung des Unkrautgifts Glyphosat aus. Dieses Anliegen bringen auch fünf andere Staaten hervor.

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Sechs Länder der EU gegen gegen die Nutzung von Glyphosat vor. (Bild: DPA/Daniel Karmann)

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Umwelt- und Agrarminister aus Luxemburg und fünf anderen EU-Staaten fordern von der EU-Kommission einen Plan zum Ausstieg aus der Nutzung des umstrittenen Unkrautgifts Glyphosat.

Begleitend zu der Ende November beschlossenen Verlängerung der Zulassung von Glyphosat um fünf Jahre sollten die Risiken begrenzt werden, heißt es in einem auf den 19. Dezember datierten Brief der Minister aus Luxemburg, Griechenland, Slowenien, Frankreich, Belgien und Malta, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Kommission solle einen «Ausstiegs-Plan» entwickeln und neue Studien zu Risiken und Alternativen anregen.

Deutschland unterschreibt nicht

Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks, die gegen die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung war, hat den Brief nicht unterschrieben. Das Umweltministerium teilte auf Nachfrage mit, dass Hendricks den Inhalt des Briefes ebenso wie alle anderen SPD-geführten Bundesministerien unterstütze. Da es innerhalb der geschäftsführenden Bundesregierung keine einheitliche Linie zum Glyphosat-Ausstieg gebe, habe sie von einer Unterschrift abgesehen.

Deutschland hatte der Zulassung des in der Landwirtschaft und in Privathaushalten weit verbreiteten Herbizids auf Geheiß von Agrarminister Christian Schmidt (CSU) in Brüssel zugestimmt, obwohl Hendricks dagegen war. Kanzlerin Angela Merkel hatte Schmidt deswegen gerügt - eigentlich hätte Deutschland sich der Stimme enthalten müssen. Glyphosat steht im Verdacht, Krebs auszulösen. Umweltschützer fürchten zudem negative Folgen für Tier- und Pflanzenwelt.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • politisch legalisiertes Morden am 30.12.2017 08:50 Report Diesen Beitrag melden

    Umweltschützer fürchten negative Folgen für Tier-und Pflanzenwelt, aber die Umweltverschmutzer haben gewonnen u. sind glücklich, dass sie ungestraft weiter weltweit morden dürfen mit ihren Chemiewaffen u. dass sie weiterhin das Leben aller Erdenbewohner konventionell auslöschen dürfen ohne Kriegsgeschrei, ohne Kriegserklärung u. ganz ohne jene zu fragen, die den Giften ausgesetzt versprüht werden. Still und leise wie der rieselnde Schnee wird die evolutionär entwickelte Vielfalt ausgelöscht durch menschliche intellektuelle Einfalt, Machtgeilheit, Geldgier, Fressneid, Faulheit ...

  • Pierre am 29.12.2017 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Warum hat der deutsche LW-Minister nur dem EU-Glyphosat Abkommen zugestimmt? Seine persönlichen Erklärungen sind sehr schwach. Wurde er etwa von der Lobby erpresst?

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  • politisch legalisiertes Morden am 30.12.2017 08:50 Report Diesen Beitrag melden

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  • Pierre am 29.12.2017 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Warum hat der deutsche LW-Minister nur dem EU-Glyphosat Abkommen zugestimmt? Seine persönlichen Erklärungen sind sehr schwach. Wurde er etwa von der Lobby erpresst?